Ferien

Kinder entwickeln in Wetter ihre eigene Landwirtschaft

Stolz präsentieren Justus, Etiene und Robert (von links) ihren selbstgebauten Roboter. Er ist in der Lage, kleinere Arbeiten in der Landwirtschaft zu verrichten.

Stolz präsentieren Justus, Etiene und Robert (von links) ihren selbstgebauten Roboter. Er ist in der Lage, kleinere Arbeiten in der Landwirtschaft zu verrichten.

Foto: Lucia Laqua

Wetter.  Langeweile in den Ferien? Keine Chance! Bei Qass können die Nachwuchs-Wissenschaftler tüfteln und Roboter selbst bauen.

Erneut fanden sich technik interessierte Schüler in der diesjährigen Erfinderwerkstatt der Firma QASS in Wetter zusammen. In der Werkstatt hatten sie die Möglichkeit MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) selbst auszuprobieren. Das Ferienprogramm dreht sich um das Motto „Roboter im grünen Bereich“. Hierbei konnten die Schüler selbst kleine Robotersysteme für die Agrarwirtschaft entwickeln, montieren und programmieren. Kurz: Die Kinder gestalteten quasi ihre eigene kleine Landwirtschaft.

Selbstbestimmtes Arbeitstempo

Aufgeteilt in vier Gruppen arbeiteten die 19 Kinder, darunter auch ein Mädchen, an Robotern mit Pumpen, einem Sieb zum Samen streuen, einem Roboterarm sowie einem Pflug. All diese Erfindungen sollen später die Arbeit der Landwirtschaft übernehmen und diese „hegen und pflegen“.„Am ersten Tag bekamen die Kinder eine grobe Einweisung und wurden noch durch die jeweiligen Arbeitsschritte geführt“, erklärt Helferin Christina Senega. Dabei wurden Fragen geklärt wie: Wie kommen die Sonnenstrahlen in die Solarzelle? Wofür sind die großen Maschinen der Landwirtschaft da?

„Ab dem zweiten Tag haben wir die Kinder einfach machen lassen. Wir haben festgestellt, dass die kleinen Forscher so am effizientesten arbeiten“, fasst Senega die Woche zusammen. Sie ist eine von vielen, die das Ferienprogramm unterstützen. Auszubildende, Praktikanten und Festangestellte helfen unter anderem den Kindern in ihren Arbeitsphasen. „Die Kollegen dürfen selber wieder Kind sein“, schmunzelt Christina Senega. Und das ist auch nicht zu übersehen.

Kinder als Potential der Zukunft

Das Bewusstsein der Nachhaltigkeit soll ebenfalls durch die Besprechung aktueller Themen die die Landwirtschaft betrifft gestärkt werden. „Die Kinder lernen durch ihre Zusammenarbeit mit Robotik mehr über die Zukunft. Man merkt zugleich, dass sie sich mehr für die Umwelt interessieren“, sagt die Projektkoordinatorin Maren Gottschling.

Bei der Frage ob die zehn- bis 15- Jährigen Spaß haben reagieren alle mit Begeisterung. Besonders das einzige Mädchen sticht heraus. Sie ist bereits das dritte Mal in der Erfinderwerkstatt mit dabei und hat sogar ein Praktikum bei QASS absolviert. Ganz überzeugt erklärt sie, dass sie nach der Schule „unbedingt mit Robotern arbeiten“ möchte. „Alle Kinder, die bei dem Ferienprogramm teilnehmen, haben im Nachhinein die Möglichkeit ein Praktikum bei uns zu absolvieren“, so die Firma.

Eine Erfinderwerkstatt für 2020 ist geplant. Wie dieses Jahr soll der Kurs erneut in der ersten Herbstferienwoche beginnen. Anmelden könne man sich ab den Sommerferien.

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