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Herdecker wollen Klimawandel in Nepal bekämpfen

Im Rahmen eines Treffens verschiedener Hilfsorganisationen, die in Nepal tätig sind, trafen die Herdecker Rebecca und Marc Schulte (rechts) den stellvertretenden parlamentarischen Staatssekretär im nepalesischen Ministerium, Dr. Maheshwar Dhakal, in Bonn.

Im Rahmen eines Treffens verschiedener Hilfsorganisationen, die in Nepal tätig sind, trafen die Herdecker Rebecca und Marc Schulte (rechts) den stellvertretenden parlamentarischen Staatssekretär im nepalesischen Ministerium, Dr. Maheshwar Dhakal, in Bonn.

Foto: privat

Herdecke/Bonn.   Rebecca und Marc Schulte aus Herdecke treffen in Bonn UN-Klimakonferenzvertreter. Spenden zur Stromversorgung und für Medizin willkommen.

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Während eines Treffens verschiedener Hilfsorganisationen, die in Nepal tätig sind, trafen Rebecca und Marc Schulte den stellvertretenden parlamentarischen Staatssekretär im nepalesischen Ministerium, Dr. Maheshwar Dhakal, in Bonn. Tochter und Vater aus Herdecke engagieren sich – wie mehrfach berichtet – seit Jahren, um Menschen in Südasien zu unterstützen.

„Der Klimawandel führt zur Wasserknappheit in der dörflichen Bergregion, in der Landwirtschaft noch gut möglich ist“, sagt Dr. Maheshwar Dhakal, zugleich UN-Klimakonferenzvertreter. „Wenn die Lebensgrundlage knapp wird, wandern die Einwohner in die Städte oder in höher gelegene Regionen, wo medizinische und schulische Versorgung nur noch mit Ihrer Hilfe sichergestellt werden kann. Wir spüren den Klimawandel, der auch unsere gesamte Entwicklung bremst!“

Halbe Million Euro Spendengelder

Die neun Vereine, die jährlich über 500.000 Euro Spendenaufkommen in verschiedenen Projekte einbringen, sagten ihre Unterstützung für nachhaltige Projekte zu. „Effiziente Feueröfen, zum Teil mit eingebauter Wassererwärmung und Rauchabzug, sind ein großer Fortschritt in den Dorfhütten: Es entsteht kein giftiger Rauch mehr und statt Holz kann auch trockener Kuhdung genutzt werden, was den ohnehin langsam wachsenden Baumbestand schützt“, so Rebecca Schulte.

Ihr Vater, Gründer der seit 2015 in Nepal aktiven Organisation „Herdecke hilft“, ergänzt: „Wir haben Anregungen für den Aufbau von Stromversorgung, zur medizinischen Grundversorgung und auch schulische Tipps bekommen. Die mit unserer Hilfe wieder aufgebaute Landwirtschaftsschule könnte unmittelbar vom heutigen Abend profitieren: Es wurde aus einem anderen Dorf in gleicher Höhe berichtet, in dem zum ersten Mal erfolgreich Kiwis und Kartoffeln angebaut wurden und Kirschbäume Früchte tragen. Das kann übertragen werden.“

Die anwesenden Vertreter der Institutionen wollen sich „regelmäßig treffen, Projekte noch besser aufeinander abstimmen und Erfahrungen über die Rahmenbedingungen vor Ort austauschen“, so Namgal Sherpa, der die Versammlung in Bonn einberufen hatte. Dr. Dhakal ergänzt: „Die Regierung dankt allen Engagierten für Ihren unermüdlichen Einsatz. Wir werden Sie vor Ort unbürokratisch unterstützen und auch unseren Beitrag leisten.“

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