Geschichte

Herdecker Kino zeigt Amateurfilmaufnahmen aus den 70ern

Uwe Lindner (im Bild) und sein Vater Gerhard sind die Turmuhr-Spezialisten in einem Film über die Arbeit  in der Spitze der Herdecker Stiftskirche.

Uwe Lindner (im Bild) und sein Vater Gerhard sind die Turmuhr-Spezialisten in einem Film über die Arbeit in der Spitze der Herdecker Stiftskirche.

Foto: Klaus Görzel

Herdecke.   Die nostalgische Reihe im Herdecker Kino Onikon kommt im Colorzeitalter an. Es werden bereits Zusatzvorstellung angesetzt.

Die 28. Folge der beliebten Reihe „Als die Heimat noch schwarzweiß war“ müsste eigentlich „Herdecke in Farbe“ heißen. Denn diesmal wird ein rundes Dutzend kurzer Super-8-Farbfilme von neun Amateurfilmern aus den siebziger Jahren digital auf die Leinwand im Kino Onikon an der Herdecker Goethestraße 14 geworfen.

Der Hagener Filmexperte Wolfgang Kubis hat alle Stummfilme optimiert und mit passender Musik unterlegt. Die Moderation übernimmt wieder Uli Weishaupt von der Filminitiative.

Beide werden folgende Filme am Freitag, 25. Januar, 18 bis etwa 20 Uhr im Kino Onikon präsentieren:

Herdecker Stadtansichten (1972) von Wolfgang Derleth

Neubau des Tennis-Clubhauses (1972) von Dieter Kahle

Herdecke im Schnee (1978) von Rolf Wendland

Winter in Herdecke (1979) von Meinhard Zumfelde

Die Turmuhr-Spezialisten Gerhard und Uwe Lindner bei der Arbeit im Turm der Stiftskirche.
Nach einer kleinen Pause geht es weiter mit:

Herdecke im Winter (1964) von Friedel Schubert

Umzug: 125. Schützenfest (1969) von Heinz Heckmann

Feuerwehrfest (1970) von Horst Flaßhoff

Spaziergang an den Seeufern (1972) von Werner Ramforth

Feuerwehrfest (1973) von Werner Ramforth

Umzug: 100 Jahre Feuerwehr (1976) von Horst Flaßhoff

Den Abschluss bilden drei kurze Schwarzweißfilme aus den dreißiger Jahren, die noch nie öffentlich gezeigt wurden:

Segelfliegen in Gevelsberg-Oberberge (1934)

Mit dem Paddelboot auf der Ruhr von Schwerte bis Hattingen (1936)

Das Strandbad Hengstey (1931) mit der damals beliebten „Nivea-Rutsche“

„Gerade die letzten beiden Filme könnten den vier Städten Hagen, Herdecke, Wetter und Dortmund Impulse geben für die geplante IGA 2027“ heißt es beim Team der Herdecker Filminitiative.

Die älteren Zuschauer werden ihre Freude haben, sich in den Farbfilmen wieder zu erkennen, als sie selbst noch 40 Jahre jünger waren. Einige der Filmemacher leben schon nicht mehr wie Meinhard Zumfelde, der Initiator der Herdecker Kinoinitiative. Andere halten ihre Heimatstadt immer noch gerne in bewegten Bildern fest, wenn dafür technisch heute oft schon ein ordentliches Smartphone reicht.

Wegen der großen Nachfrage empfiehlt das Onikon-Team dringend, Kartenvorbestellungen aufzugeben per email unter reservierung@onikon.de

Doch nicht enttäuscht sein: Wegen der starken Nachfrage für den Freitag dieser Woche ist für Samstag gleich ein Zusatztermin angesetzt worden, Beginn ebenfalls um 18 Uhr. Maximal 88 Herdecke-Nostalgiker können jeweils in einer Vorstellung unterkommen.

<<<< Drei Fragen an Rolf Wendland, der 1978 viel Schnee filmen konnte.

„Gefilmt wurde mit Super 8“

1 Können Sie sich noch ans Drehen erinnern?

Wir waren damals (so als 18-Jährige oder 19-Jährige) Besucher des Jugendzentrums am Bachplatz. Als Freizeitangebot gab es dort unter anderem eine Film-AG, in der auch ich mitgewirkt habe. Für die Aufnahmen zu diesem kleinen Film waren wir 1978 zu Dritt unterwegs. Gefilmt wurde mit Super 8.

2 War der Winter 1978 besonders?

Es war einfach mal eine stabile Wetterlage mit Sonnenschein und viel Schnee (sogar in der Herdecker Innenstadt).

3 Kommen Sie ins Onikon, um sich Ihren Film anzuschauen?

Wenn es die Zeit erlaubt, werde ich selbstverständlich im Onikon den gesamten Film anschauen.

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