Innenstadt

Herbstfest in Herdecke mit Besucherandrang und Parkplatznot

Traditionelles Herbstfest der Werbegemeinschaft Herdecke: Bei tollem Wetter schlenderten viele durch die Fußgängerzone und schauten sich auch die Angebote am Kampsträter Platz an.

Traditionelles Herbstfest der Werbegemeinschaft Herdecke: Bei tollem Wetter schlenderten viele durch die Fußgängerzone und schauten sich auch die Angebote am Kampsträter Platz an.

Foto: Steffen Gerber

Herdecke.  Die Werbegemeinschaft Herdecke freute sich beim Herbstfest über gutes Wetter und einen enormen Besucherandrang. Sonntag gab es Parkplatz-Engpässe

Ein Phänomen. Sobald die Sonne scheint und im Zentrum von Herdecke ein Fest ansteht, strömen Menschen aus nah und fern in die Altstadt. So auch am vergangenen Wochenende, als die Werbegemeinschaft mal wieder viele Händler mit herbstlichen Produkten in der Fußgängerzone sowie am Kampsträter Platz begrüßen und an zwei Tagen auch noch ein Zusatzprogramm bieten konnte.

Samstagmittag. Die Parkplatz-Situation ist noch überschaubar, vor einigen Imbissständen gibt es kleinere Schlangen. Das Herbstfest mit rund 40 Ausstellern in der Innenstadt läuft, viele Passanten sitzen bei bestem Wetter in den Außengastronomien, die ersten Geldscheine wandern hin und her. Auch am Rathausplatz wollen Interessierte (oft mit Kindern im Schlepptau) von den Treckerfreunden des AC Herdecke wissen, was es mit den zehn ausgestellten Traktoren auf sich hat.

Sonntagmittag. Autofahrer suchen teils hupend einen Parkplatz. Und brauchen Geduld. Die Lage erinnert an das Frühlingsfest 2019, als so gut wie alle innerstädtischen Stellflächen belegt waren. Entsprechend voll ist es jetzt auch wieder im Zentrum. Die Geschäfte haben bei strahlendem Sonnenschein geöffnet, vor dem Rathaus und am Stiftsplatz sowie rund um die Kirche St. Marien hoffen Schnäppchenjäger auf einen Treffer beim Antik- und Trödelmarkt.

An manchen Ständen in der Fußgängerzone beraten Händler schon mal auf Englisch oder sind mit einem deutlich hörbaren und charmanten Akzent zu hören. Auch aus den Niederlanden sind einige Geschäftsleute – speziell am „Kaas“-Stand für jedermann gut zu lesen – nach Herdecke gekommen. So wie Marlies und Dennis Ende, die Pflanzen für Wohnungen und Außengelände anbieten. Die Geschwister haben den großen Stand des Unternehmens Landgoedplant, das in der Nähe von Amsterdam seinen Heimatsitz hat, an beiden Tagen vor dem denkmalgeschützten Haus Röntgen in der oberen Fußgängerzone aufgebaut. „Wir kommen schon seit vielen Jahren hier hin, und zwar sowohl zum Frühlings- als auch zum Herbstfest“, sagt Dennis Ende, während seine Schwester Blumen verkauft und dann Tipps zur Bewässerung bzw. Pflege gibt.

In Herdecke laufen die Geschäfte für die Firma Landgoedplant, die es seit mehr als 40 Jahren gibt und die sich seit 2008 auch in Deutschland präsentiert, gut. „Viele Kunden suchen uns mittlerweile gezielt auf“, berichtet der Bruder. Auf die Frage, warum gerade Holländer einen guten Blick für Dekoration, Einrichtung und pflanzliche Gestaltung haben, muss Dennis Ende kurz überlegen. „Wahrscheinlich liegt es daran, dass Blumen bei uns im Alltag einfach eine große Rolle spielen.“

Werbegemeinschaft als Veranstalter

Besuch bei Bettina Reichel. Viele Kunden tummeln sich Sonntagmittag im Modegeschäft von der Vorsitzenden der Herdecker Werbegemeinschaft. Daher überrascht es nicht, dass sie das Herbstfest schon Stunden vor dem Ende um 18 Uhr als Erfolg sieht. Organisatorisch hat sich vieles eingespielt“, meint Reichel, um dann hervorzuheben: „Ich finde, dass einige Stände richtig schön dekoriert sind und auch mit einem tollen Mobiliar auffallen.“

Wer durch die Fußgängerzone flaniert und den Kampsträter Platz besucht, kann aus einer großen Angebotspalette wählen. Blumenzwiebeln zum Einpflanzen, Design-Artikel zur Dekoration, Holzschnitzereien, Handarbeiten, Handtaschen, Seifen, Gartenscheren Kissen, Kindermode, Accessoires und Kleidung

Dazu ein vielfältiges kulinarisches Angebot. Fisch (mal gebacken, mal geräuchert), Gewürze, Trockenfrüchte, Essigvariationen, Wurst, Lakritz, Heimathäppchen, Pasta, Senf, Crêpes, Obst, ungarischen Langos, Brot oder Brat- und Currywurst locken viele an die Imbissstände. Und die Händler aus den Niederlanden fühlen sich mit Käse oder holländischen Pommes womöglich fast schon wie zuhause.

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