Gesundheit

Grippe erreicht Kitas und Kliniken im EN-Kreis gleichermaßen

Eine Impfung und richtiges Verhalten können gegen Grippe schützen.

Foto: Sebastian Gollnow

Eine Impfung und richtiges Verhalten können gegen Grippe schützen.

Ennepe-Ruhr.   Im Vergleich zu 2017 hat Zahl der Grippe-Fälle in NRW sich verdoppelt. Im EN-Kreis verschieben Kliniken, wenn möglich, planbare Operationen.

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Die Grippewelle rollt weiter durch den EN-Kreis. Bis gestern lagen dem Fachbereich Soziales und Gesundheit 723 Meldungen für das aktuelle Jahr vor. Allein auf die ersten Märztage entfallen 224 diagnostizierte Befunde. Zum Vergleich: Im gesamten März 2017 wurden 9 Fälle gemeldet. Mit diesen Zahlen liegt der Kreis im Bundes- und Landestrend.

„Im Vergleich der ersten neun Wochen der Jahre 2017/2018 hat sich die Zahl der Grippefälle in NRW verdoppelt. 14 614 bestätigte Erkrankte in 2018 stehen 8540 im Vorjahreszeitraum gegenüber“, so Amtsärztin Dr. Sabine Klinke-Rehbein. Spuren hinterlässt die Welle inzwischen in vielen Bereichen. Die Hausarztpraxen versorgen täglich viele Patienten mit Erkältungs- und Grippesymptomen. In Schulen und Kitas sind nicht nur Kinder und Jugendliche betroffen, auch Lehrer und Erzieher fallen aus. Und wer das Straßenverkehrsamt in Schwelm besuchen möchte, sollte einen Termin vereinbaren. Zu viele erkrankte Mitarbeiter machen dies nötig.

Wenige freie Betten

Angekommen ist die Welle auch in den Krankenhäusern. Parallel zu den sich abzeichnenden Engpässen bei den Bettenkapazitäten der Kliniken rund um den EN-Kreis hat sich der Fachbereich Soziales und Gesundheit früh ein Bild gemacht. Erkenntnis: Auch zwischen Hattingen und Herdecke, Witten und Schwelm ist die Zahl freier Betten mehr als überschaubar. Und: Die Grippe geht auch am Klinikpersonal nicht vorbei.

„Krankenhäuser sind inzwischen dazu übergegangen, die Aufnahme von Patienten, die sich einem planbaren Eingriff unterziehen müssen, wenn möglich um einige Tage zu verschieben“, so Klinke-Rehbein. Priorität müsse im Moment die Notfallversorgung von Influenza- und anderen Notfallpatienten haben. Übrigens: Mitarbeiter des Rettungsdienstes tragen aktuell zum Schutz bei Einsätzen Mundschutz, Schutzkittel und -brille. „Dies sollte niemanden verunsichern. Das Plus an Schutz sehen wir als Versicherung gegen zu viele krankheitsbedingte Ausfälle von Notärzten und Rettungssanitätern“, so Dr. Michael Laubmeister, Rettungsdienstleiter im EN-Kreis.

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