Justiz

Faustschlag: 36-jähriger Herdecker vor Gericht

Das Gericht stellte das Verfahren gegen eine Geldbuße ein.

Das Gericht stellte das Verfahren gegen eine Geldbuße ein.

Foto: Volker Hartmann / /dpa

Herdecke.  Hat er zugeschlagen oder sich nur verteidigt? Mit dieser Frage beschäftigte sich das Amtsgericht Wetter.

Von mehreren Personen angegriffen, schlug ein Herdecker (36) um sich – und traf offenbar ungewollt den Falschen. Der Vorfall, der sich im März vor einer Bar in Herdecke abspielte, hatte nun ein juristisches Nachspiel im Amtsgericht Wetter.

In der Nacht auf den 15. März kam es vor der Gaststätte zu einer Auseinandersetzung. Laut Anklage versetzte der Herdecker seinem Opfer bei der Gelegenheit grundlos einen Faustschlag in das Gesicht. Der Betroffene stürzte zu Boden, wurde am Hinterkopf verletzt und erlitt Platzwunden an Ober- und Unterlippe.

Körperverletzung wurde dem 36-Jährigen aus Herdecke nun in einem Prozess vor dem Amtsgericht Wetter zur Last gelegt. Der Verteidiger schilderte die Sicht des Angeklagten. Demnach wurde sein Mandant selbst Opfer eines Angriffs, versuchte, sich zu verteidigen und die Gegner fernzuhalten, schlug deshalb um sich und traf den Geschädigten, von dem er bis heute nicht wisse, ob der an der Sache beteiligt gewesen sei.

Mit Blick auf ein komplett leeres Strafregister, die im Wesentlichen geständige Einlassung und den Umstand, dass der Herdecker selbst zum Opfer wurde, hatten Anklage und Gericht ein Einsehen: Das Verfahren wurde gegen 400 Euro Geldbuße eingestellt.

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