Verkehr

Eisenbahn-Haltepunkt Wittbräucke braucht eine Politur

Ausbaufähig: Der Haltepunkt Wittbräucke der RB52 von Hagen nach Dortmund ist für Autofahrer, die Fahrgäste nur mal am Gleis rauslassen wollen, schlecht anzufahren. Und Parkplätze gibt es eigentlich auch nicht.

Ausbaufähig: Der Haltepunkt Wittbräucke der RB52 von Hagen nach Dortmund ist für Autofahrer, die Fahrgäste nur mal am Gleis rauslassen wollen, schlecht anzufahren. Und Parkplätze gibt es eigentlich auch nicht.

Foto: Klaus Görzel

Herdecke.   Die Bahnhaltestelle an der Wittbräucke, die Busanbindung am Bahnhof, eine Ampelschaltung und ein Kreisverkehr sind Themen im Verkehrsausschuss

An Themen zur Verbesserung des Verkehrs im Stadtgebiet herrscht in Herdecke kein Mangel. Einige davon wurden jetzt im Verkehrsausschuss angesprochen, alle auf Betreiben der Grünen.

Wittbräucke

„Park and Ride“ geht nicht am Bahnhaltepunkt Wittbräucke, „Bike and Ride“ auch nicht, und selbst für ein kurzes „Kiss and Ride“ fehlen die Voraussetzungen: Keine Parkplätze, keine Fahrradboxen und keine Zufahrt, von der man jemand für ein schnelles Küsschen zum Abschied ans Gleis begleiten kann. Das sollte sich ändern, finden die Grünen. Im Verkehrsausschuss machten sie den Vorschlag für einen Ortstermin. Den soll es nun geben.

Von der Bahn in den Bus

Wer mit der Bahn von Dortmund kommt und in die Buslinie 519 Richtung Innenstadt fahren will, sieht meist nur noch die Rücklichter. Das liegt am Fahrplan. Über den soll die Stadtverwaltung jetzt noch einmal mit der Hagener Straßenbahn AG und der Bahn reden. Ein paar Minuten Verschiebung könnten das Problem lösen. Rutger Booß, Vertreter für „Die Linke“, war nicht das einzige Ausschussmitglied, das keinen Handlungsbedarf erkennen konnte: Das Hauptziel der Linie sei die Anbindung des Nacken, und das sei doch erreicht.

Kampsträter Platz

Auf dem Kampsträter Platz soll es bei einem zulässigen Gesamtgewicht von 7,5t für Fahrzeuge bleiben. Zusätzliche Schilder aber wie der Hinweis „Lieferverkehr frei“ könnten verschwinden, so der städtische Rechtsexperte Lars Heismann. Der Platz liege ohnehin in einer verkehrsberuhigten Zone.

Kreisel „Am Berge“

Immer mal wieder ist der Kreisel „Am Berge“ Thema der Verkehrsexperten. Autofahrer umfahren die Insel oft nicht und biegen gleich in den Eicklohweg ab. Derzeit gibt es eine gestrichelte Linie als Orientierungshilfe. Ob eine durchgezogene Linie mehr bringt, blieb strittig.

Schranken am Koepchenwerk

Aktuell müssen Radfahrer absteigen, wenn sie den Bereich am Koepchenwerk passieren. Auf diese Weise soll Konflikten mit Fußgängern vorgebeugt werden. Nur: Viele Radfahrer ignorieren die Schilder. Weil künftig mit mehr Besuchergruppen an der Kraftwerkshalle zu rechnen ist, wollen die Grünen die Gefahren mindern. Der Vorschlag von Sarah Gerigk: Schranken, die umgangen werden müssen, und ein verkürzter Geltungsbereich für das Absteigegebot, damit die Verlockung zum Wiederaufsteigen nicht so groß ist.

Einmündung Ender Talstraße

Einem von den Grünen angeregten Gespräch über verbesserte Radfahrmöglichkeiten wollte sich Gerd Tebben (SPD) im Grundsatz nicht verschließen. „Immer mehr Menschen fahren Rad, auch Ältere“, so Tebben. Vorrangig ging es den Grünen jetzt erst einmal um die Ampelschaltung an der Einmündung Ender Talstraße/Herdecker Bach. Hier müssen Radfahrer, von Dortmund kommend, entweder warten, bis dem kombinierten Fußgänger- und Radfahrerüberweg Grünes Licht gezeigt wird oder auf die Fahrbahn wechseln, wenn sie schneller weiter kommen wollen. Ein abgetrennter Radweg könnte hier eine Lösung bringen.

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