Umweltschutz

Eine Woche lang Umweltschutz zum Mitmachen in Wetter

Wetter.   Die Arbeitsgruppe „Aktionswoche der Nachhaltigkeit“ stellt jetzt das Programm der anstehenden Themenwoche vor. Das Angebot zeigt sich vielseitig.

Klimaschutz beschäftigt in diesen Tagen nicht nur die große Politik. Um Möglichkeiten und Herausforderungen des Umweltschutzes im Alltag aufzuzeigen, hat die Lokale Agenda 21 (LA21) in Zusammenarbeit mit der Lichtburg und dem Stadtbetrieb Wetter jetzt das Programm der anstehenden „Aktionswoche der Nachhaltigkeit“ vorgestellt. Vom 17. Juni bis zum 25. Juni laden verschiedene Programmangebote in der Harkortstadt dazu ein, sich mit Themen wie Abfallvermeidung oder alternativem Wirtschaften zu beschäftigen.

„Am 17. Juni beginnen wir die Woche mit unseren Infoständen auf dem Wochenmarkt in Wetter“, weiß Klimaschützer Rolf Weber von der Lokalen Agenda. „Thematisch wollen wir uns mit dem ökologischen Rucksack befassen, also all den Dingen, mit denen Menschen in ihrem Alltag die Umwelt beeinflussen.“

Auf dem Markt am Bahnhofsplatz schleift dann Klimabotschafter Klaus Wüster beispielsweise stumpfe Scheren und wirbt so für Erhalt und Pflege von Gegenständen. „Der Stadtbetrieb Wetter informiert über das Tausch- und Verschenkportal der Stadt im Internet“, sagt Stadtbetrieb-Vorstand Ludger Willeke. Auch alte CDs, verbrauchte Batterien und Korken werden am Stand des Stadtbetriebes angenommen. Das Reparatur-Café aus Ennepetal ist ebenfalls auf dem Wochenmarkt zu Gast. Ehrenamtler werben hier für die Reparatur und den Erhalt von Haushaltsgeräten und Spielzeug. „Obwohl Wetter bei der Müllvermeidung im Ennepe-Ruhr-Kreis eine der führenden Städte ist – der beste Abfall ist natürlich immer der, der erst gar nicht entsteht“, stellt Willeke fest.

Wer mehr Bewegung bevorzugt, schließt sich am 18. Juni der Wanderung der LA21 unter dem Motto „Nachhaltigkeitspfad Wetter“ an. Die etwa sechs Kilometer lange Wanderung bietet Gelegenheit, sich intensiver über das Thema Nachhaltigkeit auszutauschen. Startpunkt ist um 14 Uhr am Hof Sackern, am Ende der Wanderung steht die Einkehr in das Naturfreundehaus Eggeklause an. Eine formlose Anmeldung zur Wanderung ist über die Agenda-Internetseite möglich (www.agenda21-wetter.de).

Das alternative Wirtschaftsmodell der Gemeinwohl-Ökonomie betrachten zwei Vorträge am 20. und 21. Juni in der Lichtburg. „Die Gemeinwohl-Ökonomie ist der Versuch, ein Wirtschaftsmodell abseits von Geld als alles dominierenden Faktor zu etablieren“, erklärt Weber. „Die beiden Vorträge zielen dabei einerseits auf Unternehmer und ihre Möglichkeiten, nachhaltig zu wirtschaften, andererseits auf den engagierten Bürger ab.“ Mithilfe der Stiftung Umwelt und Entwicklung des Landes NRW konnte der Mit-Initiator der Gemeinwohlökonomie, Christian Felber, gewonnen werden, um über das Wirtschaftsmodell zu referieren.

Umweltschutz filmisch aufbereitet

Die Lichtburg ergänzt in der Woche das Programm mit Filmvorführungen, die das Thema Nachhaltigkeit auch aus einem humorvollen Blickwinkel betrachten. Die Komödie „Die letzte Sau“ erzählt die Geschichte eines bankrotten Bauern, der zusammen mit seiner letzten verbliebenden Sau den Großkonzernen in der Agrarwirtschaft den Kampf ansagt. Spannend soll es hingegen beim Thriller „Salt & Fire“ werden: Nach einer Umweltkatastrophe in Bolivien wird ein Forscherteam, das den Vorfall untersuchen soll, entführt. Auch hier entbrennt ein Kampf gegen die Vormachtstellung der Großkonzerne.

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