Menschen

Seit 50 Jahren durch dick und dünn gegangen

Der stellvertretende Bürgermeister Bernhard Camminadi und Ur-Enkel Leander Andreas haben Rita und Günter Quednau zur Goldhochzeit gratuliert.   

Foto: Jennifer Katz

Der stellvertretende Bürgermeister Bernhard Camminadi und Ur-Enkel Leander Andreas haben Rita und Günter Quednau zur Goldhochzeit gratuliert.   

Hemer.   Rita und Günter Quednau haben am Dienstag mit etwa 20 Gästen ihre Goldhochzeit gefeiert.

Mehr Gratulanten hätten gestern nicht beim Goldhochzeitspaar Rita und Günter Quednau vorbeischauen dürfen: Das Wohnzimmer war bereits mit der Familie und dem stellvertretenden Bürgermeister Bernhard Camminadi gut gefüllt. Die Gästeschar ist dann am Abend noch einmal angewachsen, mit etwa 20 Verwandten und Freunden ging es zum Essen.

Kennengelernt hatten sich die beiden vor 52 Jahren in der Sundwiger Kümmelklause. „Heute würde man Disko dazu sagen“, erklärt Rita Quednau (71), die in Fröndenberg geboren wurde. Ihr Mann, ein waschechter Hemeraner, fügt hinzu: „Gesehen, verliebt und immer zusammengeblieben.“

In Berlin vor den Altar getreten

Doch der Weg zum Altar war im wahrsten Sinne des Wortes weit: Die Hochzeit fand in Berlin, genauer gesagt in Spandau, statt. Günter Quednaus Eltern waren getrennt, der Vater hatte das Sorgerecht und musste in die Hochzeitspläne einwilligen, weil sein Sohn mit 20 Jahren damals noch nicht volljährig war. „Er hat gesagt: Ich gebe Euch die Erlaubnis – aber nur, wenn Ihr in Spandau heiratet“, erinnert sich der heute 70-Jährige. Und so kam es, dass die beiden an einem ebenso sonnigen Tag wie gestern „Ja“ gesagt haben. Tochter Elke kam vor 52 Jahren, Tochter Martina vor 48 Jahren zur Welt. Vier Enkel gehören zur Familie und seit vier Monaten Urenkel Leander Andreas.

Während sich Rita Quednau um das Wohl der Familie gekümmert hat, war ihr Mann zunächst 31 Jahre bei Flender-Stahl in Sundern und später als Kaltwalzer bei der Wickeder Firma Ruhrtaler Flachdraht beschäftigt, zum Schluss als Betriebsleiter. Gemeinsam haben Quednaus die Liebe zum Fußball, bei den Vereinen sind sie sich allerdings alles andere als einig: Während sie mit den Bayern jubelt, hat er mit dem HSV eine traurige Saison hinter sich.

Reisen, Rätseln,Kegeln und Puzzeln

Generell gilt bei den Jubilaren, wie Rita Quednau erklärt: „Man muss durch dick und dünn, durch Höhen und Tiefen gehen.“ Er betont: „Die Versöhnung ist immer das Schönste.“ Seitdem sie das Rentenalter erreicht haben, verbringen die beiden noch mehr Zeit miteinander, verreisen viel und unternehmen Tagesausflüge. Kegeln und Puzzeln gehören ebenso zu den Hobbys. „Und jeden Morgen rätseln wir ungefähr eine Stunde, das hält fit“, sagt sie. So hofft nicht nur das Jubel-Paar auf noch viele weitere gemeinsame Jahre, sondern auch die Kinder und Enkel.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik