Ausflug

Die Sonne genießen im mobilen Zuhause

Peter Eickhoff aus Ascheberg genießt die Ruhe am Wohnmobilstellplatz.

Peter Eickhoff aus Ascheberg genießt die Ruhe am Wohnmobilstellplatz.

Foto: Hendrik Schulze Zumhülsen

Hemer.  Am Pfingstwochenende haben es sich Camper aus Nah und Fern auf dem Wohnmobilstellplatz gemütlich gemacht.

Für viele Camper bedeutet der Ausflug mit dem Wohnmobil vor allem Freiheit. Sie können überall anhalten, müssen sich nicht um die Unterkunft in Hotels oder Gaststätte kümmern und können im Notfall den Urlaub auch abbrechen. Am Pfingstwochenende haben viele Camper auf dem Wohnwagenstellplatz an der Hönnetalstraße die sonnigen Tage genutzt. Viele schauten aus dem Ruhrgebiet oder dem Münsterland vorbei, aber auch aus der Nähe zog es eine Familie zur Wohnmobil-Idylle.

Markus Mittendorf wohnt zum Beispiel in Hemer und hat es sich am Sonntag zusammen mit seiner Frau, seinem Sohn und dessen Freundin am Campingtisch gemütlich gemacht. „Wir nutzen das gute Wetter und hier ist es schön“, sagt der Hemeraner. Vor allem das Camping-Erlebnis gefällt Markus Mittendorf. Da komme es auch nicht so stark darauf an, wo das Wohnmobil steht. „Ob jetzt an der Nordsee oder hier, am Stellplatz sieht es immer ähnlich aus“, erklärt er.

Einen schönen Tag mit der Familie gönnen sich auch Klaus Leo Raguszka und seine Frau Luise. Das Ehepaar stammt aus Marl und hat sich am Wochenende die schönen Gegenden um Gevelsberg und Werdohl angesehen. Am Sonntag kam schließlich Enkeltochter Christine Steko mit ihrem Mann Jozo und den vier gemeinsamen Kindern, den Ur-Enkelkindern von Klaus Leo und Luise Raguszka, aus Köln zu Besuch. Zusammen sitzen sie am Campingtisch, die Kinder essen ein paar Süßigkeiten. Neben dem familiären Miteinander schätzt Klaus Leo Raguszka vor allem die Freiheit des Wohnmobils. „Es ist nirgendwo ein Muss, man kann hinfahren und abfahren, wo man will“, sagt der Ur-Großvater.

Tour mit Wohnmobil könnte bis zu Freunden im Allgäu gehen

Obwohl Peter Eickhoff aus Ascheberg schon vorher die Felsenmeerstadt besucht hat, ist er zum ersten Mal mit seinem Wohnmobil auf dem Stellplatz. Seit 25 Jahren ist der 76-Jährige schon mit seinem mobilen Zuhause unterwegs. Je nach Laune hat er noch viel vor. Möglicherweise will er einen Freund in Keufbeuren im Allgäu besuchen. Erst einmal sitzt er aber gemütlich in der Sonne. Er ist alleine unterwegs, seine Frau passt zu Hause auf den Hund auf.

Barbara und Peter Braun kommen aus Lollar nahe dem hessischen Gießen und haben bewusst den Stellplatz in Dortmund gemieden, obwohl sie von dort ihre Fahrräder abgeholt haben. Am Stellplatz in Hemer sei es ruhiger und nicht zu voll. „In Dortmund ist vor allem am Feiertag viel Remmidemmi. In Zeiten der Corona-Krise ist schöner, wenn es ruhiger ist“, erklärt Peter Braun. Im Sauerland wollen sie eine Radtour fahren und die schöne Natur genießen.

Spontaner Abbruch desUrlaubs ist immer drin

Ausgesucht hat das Ehepaar den Stellplatz mit der App Campercontact (www.campercontact.com). Dort sind Informationen über 30.000 Wohnmobilstellplätze in ganz Europa aufgelistet. Zudem können die Nutzer Kommentare schreiben und Bewertungen abgeben.

Der Stellplatz in Hemer hat zum Beispiel eine Bewertung von 7,3 von 10 erhalten. Die anderen Stellplätze in der Umgebung, zum Beispiel Iserlohn oder Balve, haben ähnliche Bewertungen. Die Plätze in Menden-Lendringsen oder Fröndenberg scheinen, so die Bewertungen auf der Seite, jedoch nicht sehr zu empfehlen zu sein.

Vor allem wegen der Flexibilität schätzt das Ehepaar ihr Wohnmobil. Da sie vor der Rente gemeinsam einen Handwerksbetrieb (Klimatechnik) geführt haben, mussten sie öfters spontan ihren Urlaub abbrechen – durch das Wohnmobil war das ohne große Probleme möglich.

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