Blutspende

Corona: Zur Blutspende gibt´s zum Dank Desinfektionsmittel

Die Heiligenhauser, so sagen es Vertreter des DRK, seien absolut zuverlässige Blutspender.

Die Heiligenhauser, so sagen es Vertreter des DRK, seien absolut zuverlässige Blutspender.

Foto: Christian Charisius / dpa

Heiligenhaus.  In Heiligenhaus wird fleißig Blut gespendet- auch in Zeiten von Corona. Als Dankeschön gab es diesmal vom DRK ein ganz besonderes Geschenk.

Eine lange Schlange zieht sich am Mittwochnachmittag über den Vorplatz der Aula des Immanuel Kant Gymnasiums – im warmen Sonnenschein haben sich etliche Heiligenhauser zum Blutspendetermin des Deutschen Roten Kreuzes eingefunden. Vor der Spende stehen diesmal aber ein paar zusätzliche Fragen. „Unter anderem frage ich diesmal direkt bei den Wartenden, ob Kontakt zu einem nachweislich Corona-Infizierten bestand“, erklärt Peter Wiemer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Heiligenhauser Ortsgruppe des DRK.

Heuschnupfengeplagte dürfen nicht spenden

Aber auch die üblichen Fragen nach Auslandsreisen und Heuschnupfen werden gestellt - positive Antworten darauf schließen von der Blutspende aus. Ist die erste Fragenhürde genommen, wird am Eingang Fieber gemessen - das ist normal, geschieht aber sonst zu einem späteren Zeitpunkt. „So können wir Kranke direkt nach Hause schicken“, weiß Wiemer. Im Durchschnitt kommen 60 bis 70 Spender zu den Terminen in die Aula, bis eineinhalb Stunden nach Beginn kann Wiemer auch an diesem Mittwoch keinen Unterschied feststellen - „es ist so viel los wie immer.“

Man kennt sich beim Blutspendetermin

Zwar lassen sich einige von der langen Wartezeit abschrecken, viele harren aber geduldig aus. Zum Glück, wie der Experte betont, „denn Blut wird immer gebraucht. Die Heiligenhauser Bevölkerung weiß das und zeigt ein sehr hohes Verständnis.“ An der Anzahl der Liegen in der Aula hat sich nichts geändert, sie wurden lediglich etwas weiter auseinandergerückt, um die Abstände einzuhalten. Viele hier kennen sich, scherzen mit den fünf Helfern des Ortsvereins, die den Blutspendedienst aus Breitscheid unterstützen, rufen sich ein „Bis zum nächsten Mal“ zu, bevor sie gehen.

Ängstlich scheint keiner, für die meisten ist das Blutspenden eine Routine, die auch in Zeiten von Corona beibehalten wird. So auch für Kathi Vernau, die einen Teil ihres Blutes spendet, seit sie 18 ist. „Das kenne ich aus meiner Familie so, außerdem ist es natürlich gut, anderen helfen zu können. Und das Essen danach ist auch immer lecker!“

Statt Buffet gibts ein Lunchpaket

Zumindest in der Hinsicht muss sie heute zurückstecken, statt des üblichen Buffets gibt es diesmal nach der Abnahme eines halben Liters Bluts fertiggepackte Lunchpakete mit Süßigkeiten, einem bunten hartgekochten Ei, einem Getränk und etwas Deftigem. Ansonsten, sagt Kathi Vernau, sei nur die Wartezeit ungewöhnlich lang gewesen, „sonst bin ich viel schneller wieder draußen“. Eine kleine Entschädigung bekommen sie und die anderen Spender aber auch diesmal: Das Dankeschön des Tages ist ein Fläschchen Desinfektionsmittel. „Eins der Big Five“, schmunzelt Wiemer, der im übrigen über einen Punkt sehr froh ist: „Die Stadt stellt uns die Aula weiterhin zur Verfügung, das ist toll. In einigen anderen Städten mussten Termine aufgrund fehlender Räume abgesagt werden.“

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