Soziales

Wenn Kochen Schule macht

Gelungen: Thomas Weiß, Koch des gleichnamigen Gasthauses, und die Kinder und Jugendlichen der Schule St. Georg haben gerade Lasagne abgeschmeckt. Foto Thomas Schild / WAZ FotoPool

Gelungen: Thomas Weiß, Koch des gleichnamigen Gasthauses, und die Kinder und Jugendlichen der Schule St. Georg haben gerade Lasagne abgeschmeckt. Foto Thomas Schild / WAZ FotoPool

Foto: WAZ FotoPool

Hattingen.   St.-Georg-Förderschüler bereiten mit KAM-Koch Thomas Weiß eine Lasagne zu

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Der Ofen heizt vor, in den Pfannen und Töpfen köchelt es. Der Duft von Zwiebeln, Knoblauch und angebratenem Rinderhack liegt in der Luft. Konzentriert sind die 13 Köche bei der Arbeit. Einer von ihnen: Thomas Weiß vom gleichnamigen Gasthaus. Die anderen zwölf: Schüler der St.-Georg-Schule.

Das gemeinsame Kochen von Profi Weiß und den Förderschülern ist die Fortsetzung der Reihe „KAM-Köche kochen mit Kindern der St.-Georg-Schule“. Heute auf der Speisekarte: Lasagne. Zum einen die traditionelle, Lasagne alla Bolognese. Dazu eine vegetarische Variante mit Blattspinat.

Bevor der italienische Klassiker aber in den Ofen wandern kann, sind allerlei Vorbereitungen zu treffen. Benjamin kümmert sich um den Käse. Mit einer Reibe macht er auf den großen Würfeln feine Streifen zum Überbacken. „Das wird lecker. Lasagne esse ich auch zu Hause gerne“, sagt der Neunjährige.

Einen Arbeitsplatz weiter legen zwei seiner Mitschülerinnen die Nudelplatten zurecht, schichten sie in einer großen Auflaufform. Fehlt noch die Bolognese. Über die wacht Fabian. Bei vorsichtigem Rühren wird aus Tomaten, Hackfleisch, Zwiebeln, Knoblauch und Sahne langsam jene rot-orange Masse, die zwischen den Nudelschichten später für den Geschmack sorgen wird.

Kochen macht ihm Spaß, sagt der Zwölfjährige. „Am liebsten mit der Bratpfanne!“ Berufskoch Thomas Weiß kommt zum Abschmecken vorbei. „Lecker, super!“ Sagt es, und klatscht mit Fabian ab – „high five“.

Die vielen kleinen und auch der große Koch haben sichtlich Spaß an ihrer Arbeit. Doch die Freude am Kochen hat noch zwei wichtige Nebeneffekte. „Es fördert das Gemeinschaftsgefühl, wenn die Kinder zusammen etwas kochen“, erklärt Marion Zabel, die Leiterin der Schul-Betreuung. Und: „Das ist Gesundheitserziehung.“ Die Sieben- bis Dreizehnjährigen lernen, mit gesunden Produkten eine Mahlzeit zuzubereiten. Ohne Fertigmischungen. Ohne Mikrowelle. Ohne Lieferservice.

Gegen kurz vor zwei Uhr, als der Ofen die mit gold-braunem Käse bedeckten Lasagnen freigibt, hat sich die Arbeit gelohnt. Gemeinsam probieren Schüler, Betreuer und ihr Gastkoch das Gemeinschaftswerk. „Lecker!“ Und sogar gesund.

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