Volkshochschule

VHS fehlen Perspektive und Räume in Hattingen

VHS-Leiterin Petra Kamburg (links) mit Ana Cabello González, Torben Agethen und Bernd Baumhold im neuen EDV-Raum, der sich nicht für anderen Unterricht nutzen lässt. Fotos:Bastian Haumann

VHS-Leiterin Petra Kamburg (links) mit Ana Cabello González, Torben Agethen und Bernd Baumhold im neuen EDV-Raum, der sich nicht für anderen Unterricht nutzen lässt. Fotos:Bastian Haumann

hattingen.   Die Situation ist weiter schlecht und verschärft sich beim Wegfall von Nutzungsmöglichkeiten an der Nierenhofer Straße und der Lessingstraße.

Die Raumsituation der VHS hat sich nicht verbessert. Im Gegenteil. Sollten Räume an der Nierenhofer Straße 10 und der Lessingstraße 10 wegfallen, dann verschärft sich die Situation extrem. Das will die Volkshochschule den Politikern im Kulturausschuss klarmachen.

Direkte Abhilfe steht in dieser Woche kaum zu erwarten, denn der Bericht zum aktuellen Stand und zur Perspektive für das nächste Jahr soll am Donnerstag nur zur Kenntnis genommen werden. Die gute Nachricht: Im Herbstsemester konnten alle Kurse untergebracht werden – nach Um-, Aus- und Einzügen. Die schlechte: Das kostet viel Zeit, Kursleiter und Teilnehmer müssen sich immer wieder auf neue Räume einlassen. Außerdem ist der Zustand zeitlich begrenzt. Und damit „ohne Perspektive auf Kontinuität und verlässliche Strukturen“, klagt die VHS in der Vorlage für den Kulturausschuss am 15. November.

Keine Kontinuität für die Arbeit

An der Lessingstraße 10 sind vier Räume in zwei VHS-Pavillons ausgelastet mit Kursen für Deutsch als Fremdsprache. Sollten sie wegfallen bei Dreizügigkeit der Grundschule Bruchfeld, ist eine Kompensation nicht möglich. Ersatz gibt es nicht. Keine Alternative sieht die VHS auch bei einem Wegfall der Nierenhofer Straße, wo seit September ein Teil der Integrationskurse vormittags stattfindet. Zeitlich begrenzt, stehen zwei Räume auf zwei Etagen auf dem ehemaligen O&K-Gelände zur Verfügung. Im Rauendahl hatten drei Räume geräumt werden müssen.

Als „extrem schwierig“ wird die Suche nach einem EDV-Raum bezeichnet. Er entstand zwar im ehemaligen Verwaltungstrakt der Grundschule Bruchfeld an der Lessingstraße 12a, ist aber nur von temporärer Dauer im laufenden Semester und vermutlich im ersten 2019, lässt sich aber nicht für etwas anderes nutzen und muss danach neu entstehen.

Als Ersatz für Unterrichtsräume im Oberwinzerfeld, das bis 2015 Seminarzentrum war, plant die Stadt die erste Etage in der ehemaligen Grundschule Bruchfeld. Der Zeitpunkt, wann sie fertig ist, steht noch nicht fest, die Bauorganisation soll erst im April/Mai beendet sein, weshalb Kurse erst ab dem Herbstsemester 2019 stattfinden können.

Im Mai hatte die Bildungseinrichtung beklagt, dass Perspektive, Kontinuität und Raumsicherheit fehlen und seit 2015 Übergangslösungen und Provisorien an der Tagesordnung seien. Für eine zukunftsorientierte Arbeit brauche die Volkshochschule verlässliche und langfristig verfügbare Räume, sonst sei es nicht möglich, die Zahl der Teilnehmer, die steige, stabil zu halten. Geändert hat sich nichts.

<<<Tagesordnungspunkte im Kulturausschuss

Der Kulturausschuss trifft sich am Donnerstag, 15. November, um 17 Uhr im Großen Sitzungssaal des Rathauses.

Neben der VHS geht es um den Haushaltsentwurf 2019 und den Haushaltssanierungsplan, ferner um die Stadtbibliothek im Reschop Carré und das Stadtmuseum mit seinem Jahresprogramm 2019.

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