Verbraucherzentrale

Verbraucherberatung bleibt bis zum Jahr 2024 im EN-Kreis

Fachberaterin für Energiearmut Janina Koester, Beraterin Nadine Schröer, Leiterin Alexandra Kopetzki dürfen weitermachen.

Fachberaterin für Energiearmut Janina Koester, Beraterin Nadine Schröer, Leiterin Alexandra Kopetzki dürfen weitermachen.

Foto: Bastian Haumann / FUNKE Foto Services

Hattingen/Witten.  Der Ennepe-Ruhr-Kreis gibt das Geld für weitere fünf Jahre frei, so dass die Finanzierung der EN-Verbraucherberatung bis 2024 gesichert ist.

Runde zwei für die Verbraucherberatung im Ennepe-Ruhr-Kreis: Nachdem die Verbraucherzentrale NRW zum 1. Dezember 2014 ihre Arbeit in der Hauptstelle in Witten und der Ennepetaler Nebenstelle aufnahm, läuft der Vertrag mit dem Ennepe-Ruhr-Kreis Ende dieses Jahres aus. Jetzt wurde entscheiden, einen Folgevertrag für fünf Jahre zu schließen.

Dieser läuft bis Ende des Jahres 2024 und regelt unter anderem die maximalen Zuschüsse, die die Verbraucherberatung aus Steuermitteln des EN-Kreises bekommt. Wegen tariflich steigender Personalkosten und inflationsbedingt wachsender Sachkosten haben sich die beiden Vertragspartner darauf geeinigt, dass auch die Höchstgrenze der Bezuschussung von 122.732 Euro im Jahr 2020 auf 145.383 Euro im Jahr 2024 steigen wird. Im Durchschnitt zahlt der EN-Kreis 136.272 Euro jährlich. Wichtig: Die Verbraucher bezahlen im Rahmen ihrer finanzielle Möglichkeiten Beratungsentgelte. Die verbleibenden Kosten teilen sich der Kreis und Land jeweils zur Hälfte.

Reale Kosten liegen bislang 20.000 Euro pro Jahr unter den kalkulierten

In den bislang abgerechneten Jahren lagen die realen Kosten für den Ennepe-Ruhr-Kreis im Schnitt etwa 20.000 Euro unterhalb der kalkulierten Zahl, so dass der Kreis auf die Gesamtlaufzeit 100.000 Euro spart.

Die Zahlen zeigen deutlich, wie hoch die Nachfrage ist: Im Jahr 2017 suchten 3959 Menschen Hilfe, im Jahr 2018 schon 4447. „Energiearmut und Internet-Kriminalität sind die beiden wachsenden Felder, in denen unsere Beratung immer wichtiger wird“, sagt Leiterin Alexandra Kopetzki. Zu den Kernaufgaben der Verbraucherberatung gehören laut Verwaltungsvorlage „die Information vor dem Kauf langlebiger Gebrauchsgüter auch unter Umweltgesichtspunkten, die Aufklärung über Verbraucherrechte, Rechtsberatung, sowie außergerichtliche Rechtsvertretung im Rahmen des Rechtsberatungsprozesses, präventive Information sowie Aktionen zu Geld- und Kreditproblemen und zur Vermeidung von Überschuldung.“

Die EN-Verbraucherberatung befindet sich in Witten an der Bergerstraße 35 am Bahnhof, . Öffnungszeiten: Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 8.30 bis 13 Uhr, Montag zusätzlich von 14 bis 17 Uhr, Donnerstag zusätzlich von 14 bis 18 Uhr.

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