Verkehrsgesellschaft

VER hat den geheimnisvollen Künstler jetzt gefunden

Günter Schönebeck hat das kleine Kunstwerk für die VER zusammengestellt.

Günter Schönebeck hat das kleine Kunstwerk für die VER zusammengestellt.

Foto: Andreas Gruber / WP

Hattingen.  Wer ist der Mann, der einem Busfahrer ein Bild schenkte? Die Verkehrsgesellschaft Ennepe-Ruhr (VER) weiß jetzt, wer der Unbekannte ist.

Wer ist der Künstler, der einem Busfahrer ein Bild schenkte und dann ausstieg, ohne Name oder sonstwas zu hinterlassen? Und was für eine Geschichte steckt dahinter? Dies fragte die Verkehrsgesellschaft Ennepe-Ruhr, die sich über das Präsent „unbekannterweise“ so sehr freute, dass sie über den Weg unserer Zeitung die Öffentlichkeit um Mithilfe bei der Suche nach dem Unbekannten bat, um ihm persönlich zu danken. Nun liegt die Antwort vor.

Günter Schönebeck heißt der Mann. Er ist 61 Jahre alt und ist, wie er sagt, ein „reiner Ennepetaler“. Hier geboren, hier aufgewachsen, hier verwurzelt. Er sei Berufskraftfahrer. Vor gut einem Jahr habe er eine neue Beschäftigung für sich entdeckt: Aus Fotos und Bildern kleine Kunstwerke zu erschaffen. „Das ist mein Hobby. Das mache ich meistens abends. Einfach um runterzukommen, um zu entspannen.“

Seine Bilder sind feine, hübsch anzusehende Handarbeiten

Günter Schönebeck zeigt Handyfotos von seinen Werken. Auf einigen ist die Wuppertaler Schwebebahn zu sehen, auf anderen eine Straßenbahn. Alles hat einen 3-D-Effekt, weil seine Bilder aus verschiedenen Fotos oder Bilder bestehen. Die schneidet er zum Teil aus und klebt sie dann wieder übereinander. Es sind kleine, aber feine, hübsch anzusehende Handarbeiten.

So entstand auch jenes Bild, dass er dem Busfahrer schenkte. Als Vorlage diente der Sonderfahrplan der VER zur Weihnachtszeit, erzählt Günter Schönebeck. Das Fenster auf dem darauf abgebildeten Bus schnitt er aus und klebte ein Bild mit einem Hasen rein. Eine witzige Idee. „Das VER-Logo darüber habe ich selbst gemalt“, erzählt Günter Schönebeck. Und weil es besser aussieht, verpasste der Künstler seinem Werk einen schönen blauen Rahmen.

Geschenk als Aufmerksamkeit und als Wertschätzung

Es entstand die Idee, das kleine Kunstwerk der Verkehrsgesellschaft zu schenken. Als Aufmerksamkeit und als Wertschätzung. Der Öffentliche Nahverkehr und die VER seien doch so wichtig, findet Günter Schönebeck. Aber immer wieder müssten sie so herbe Kritik einstecken. Das finde er nicht richtig, und dagegen wollte er ein kleines, persönliches Zeichen setzen.

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