Literaturtage

Sie liebt neue Herausforderungen

Dr. Elke Neumann

Dr. Elke Neumann

Foto: WAZ FotoPool

Hattingen.  Gesamtschul-Leiterin Dr. Elke Neumann liest gern Shakespeare und Goethe und widmet sich als Schirmherrin für junge Autoren auch mit Schülern der Literatur.

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Im Moment fährt Dr. Elke Neumann, die auch schon als Kind und Jugendliche gern gelesen hat, voll auf Literatur ab. Die Schirmherrschaft für die Literaturtage und den Förderpreis für junge Nachwuchsautoren haben die Leiterin der Gesamtschule beflügelt. „Um die Wahrheit zu sagen“: Am liebsten vertieft sie sich in Werke von Shakespeare oder auch Goethe.

Man könnte fast sagen, sie schwebt, wenn es um das Thema geht. Dabei ist gar nicht Deutsch ihr Fach. Als Lehrerin hat sie sich Englisch und Sport verschrieben. Und auch den Weg wollte sie eigentlich gar nicht einschlagen, sondern Ballett-Tänzerin werden. Der Platz an der Folkwang Universität der Künste war ihr schon sicher. „Doch ich war ein braves Kind und habe auf meine Eltern gehört“, sagt sie lachend im Rückblick. Und hat Englisch und Sport, ihre große Leidenschaft, studiert.

Jetzt ist sie ganz froh über die Entscheidung. Sie tanzt nicht über die Bühne, sondern drückt dort in der Schulaula nur dem Autor Stefan Melneczuk ein Geschenk für seine Vorlesestunde in die Hand. Sie hat den Hattinger, wie berichtet, eingeladen, weil die Schule in dieser Woche einen eigenen Wettbewerb als kleinen Ableger veranstaltet. Den Schülerinnen und Schülern gibt sie einen Abriss, was der Förderpreis bedeutet, wie sie zur Schirmherrschaft gekommen ist und welche Erwartungen damit vielleicht verbunden sind.

Natürlich, dass die Schule die Lust aufs Lesen fördert. Ihre eigene Erwartung ist nicht, dass aus allen Oberstufenschülern Schriftsteller werden. „Und wenn nur einer oder zwei hängen bleiben...“ Die Freude bei der Schulleiterin wäre groß. Sie selbst braucht immer wieder „neue Herausforderungen, sonst ist es langweilig“. Die Beschäftigung mit der Literatur und die Schirmherrschaft ist so eine.

In der Schulbibliothek steht reichlich Lesestoff. Wohin Dr. Elke Neumann allerdings keinen mitnehmen würde: in den Urlaub. Es sei denn, man liegt nur faul am Strand. Was sie nicht tut. Für Marrakesch beispielsweise braucht sie auch keine Reiselektüre. Lieber als in Papierseiten taucht sie ein ins pralle Leben, lässt ihre Sinne verzaubern und die Farben und Gerüche auf sich wirken, sieht den Menschen und dem bunten Treiben zu.

Darum geht es ihr auch beim Lesen und Schreiben: die Sinne schärfen, sensibel machen, den Kopf öffnen. Vom Leistungssport habe sie Disziplin gelernt. Hilfreich für Schriftsteller, aber auch für Schüler. Von Hochleistungsdrill dagegen, der nicht erlaubt nach links und rechts zu sehen, hält die 55-jährige Schirmherrin nichts.

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