Was macht eigentlich?

Sie helfen, wo Not am Mann ist

Stefan Mormann,  Vorsitzender der Landjugend in Bredenscheid-Stüter. Foto: Gero Helm / WAZ FotoPool.

Stefan Mormann, Vorsitzender der Landjugend in Bredenscheid-Stüter. Foto: Gero Helm / WAZ FotoPool.

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Hattingen.  Seit 64 Jahren gibt es die Landjugend Bredenscheid-Stüter.

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„Angefangen hat alles im Jahr 1948“, berichtet Stefan Mormann. „Junge Leute, die in der Landwirtschaft tätig waren, gründeten damals die Landjugend Bredenscheid-Stüter.“ Die Idee sei gewesen, einen Verein zu gründen, dessen Mitglieder alle selbst Landwirte sind, Söhne von welchen oder zumindest ein starkes landwirtschaftliches Interesse haben. „Um sich auszutauschen und gemeinsam aktiv zu sein“, so Landjugend-Vorsitzender Mormann.

Die Landjugend Bredenscheid-Stüter besteht derzeit aus 35 bis 40 jungen Leuten zwischen 14 und 31 Jahren. „Offiziell muss man mit 30 austreten – aber wir schmeißen ganz sicher kein langjähriges Mitglied an seinem 30. Geburtstag einfach so raus“, scherzt Mormann, der eigentlich mit Landwirtschaft nie besonders viel zu tun hatte. Zwar sei er in der Elfringhauser Schweiz aufgewachsen und durch den frühen Kontakt mit der ländlichen Umgebung und einem Vater, der in der Landwirtschaft tätig ist, natürlich vorbelastet gewesen, sein Weg zur Landjugend aber führte ihn vor acht Jahren über den Sohn eines Bauern, mit dem er gut befreundet war.

„Von Beruf bin ich Schreiner.“ Sich die Hände schmutzig zu machen war für ihn daher nie ein Problem. „Wenn irgendwo Not am Mann ist, hilft man halt auch mal aus. So ist das bei den Landwirten.“

Wenn gerade mal nichts zu tun ist auf den landwirtschaftlichen Betrieben im Hügelland, veranstaltet die Landjugend Feste oder plant Freizeitveranstaltungen. „Zum Beispiel machen wir jedes Jahr ein eigenes Osterfeuer, ziehen am Vatertag (allerdings mit Frauen) durch die Natur oder gehen mit der ganzen Gruppe wandern.“ Im Sommer werde mit der Landjugend natürlich auch häufig der Grill angefeuert. „Manchmal gehen wir aber auch klettern, besichtigen Betriebe oder gehen gemeinsam auf eine längere Gruppenreise.“ Im Endeffekt, so Mormann, sei die Landjugend nichts anderes als ein normaler Verein.

Auf eine Veranstaltung freut sich der Vorstandsvorsitzende aber schon ganz besonders: das Scheunenfest. „Ich glaube das Scheunenfest gibt’s schon genau so lange wie es die Landjugend gibt“, so Moormann. Seit dem Jahr 2005 findet die Fete auf dem Hof am Bergerweg statt, mitten im Hügelland. Fern ab von Stadtlärm und Handyempfang. Zwei Tage dauert die Party. Mehr als zwei Wochen dauere die Vorbereitung und der anschließende Abbau. Nicht nur Menschen vom Land würden das Scheunenfest gerne besuchen. „Es kommen auch gleichermaßen viele Städter“, sagt Mormann. Dass das Scheunenfest in diesem Jahr am 13. Und 14. Juli stattfindet stimmt den Landjugend-Chef freudig. So gebe es keine Konkurrenz zu anderen Festen, wie dem Altstadtfest oder Bochum Total. Obwohl: „Wenn das Scheunenfest in den vergangenen Jahren terminlich mit dem Altstadtfest stattfand, kamen immer mal wieder Gäste mit dem Taxi hier hoch, wenn das Musikprogramm in der Innenstadt vorbei war.“

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