Kirche gewährt zwei Flüchtlingen Asyl

Das Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde Bredenscheid-Sprockhövel gewährt derzeit zwei jungen Flüchtlingen Kirchenasyl. Ali aus dem Irak und Mohamed aus Marokko fallen beide unter die Regelungen des Dublin-III-Abkommens. Das bedeutet, dass das europäische Land, in dem sie auf ihrer Flucht erstmals registriert wurden, für das Asylverfahren zuständig ist. Die jungen Männer sollen nach mehr als einem Jahr, in dem sie in Sprockhövel gelebt, Freunde gefunden, die deutsche Sprache gelernt und sich gut integriert haben, nach Kroatien überstellt werden.

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Das Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde Bredenscheid-Sprockhövel gewährt derzeit zwei jungen Flüchtlingen Kirchenasyl. Ali aus dem Irak und Mohamed aus Marokko fallen beide unter die Regelungen des Dublin-III-Abkommens. Das bedeutet, dass das europäische Land, in dem sie auf ihrer Flucht erstmals registriert wurden, für das Asylverfahren zuständig ist. Die jungen Männer sollen nach mehr als einem Jahr, in dem sie in Sprockhövel gelebt, Freunde gefunden, die deutsche Sprache gelernt und sich gut integriert haben, nach Kroatien überstellt werden.

„Eine nicht hinnehmbare humanitäre Härte, weil sie dort nur eine minimale Chance auf einen positiven Ausgang des Asylverfahrens haben“, heißt es in der Begründung des Presbyteriums für das Kirchenasyl. Hinzu komme eine Gefahr für Leib und Leben, weil durch die Überbelegung der vorhandenen Heime in Kroatien keine angemessene Versorgung der Flüchtlinge bestehe und sogar Obdachlosigkeit drohe. Das Presbyterium möchte den beiden Geflüchteten zur Möglichkeit auf ein faires Asylverfahren in Deutschland verhelfen und gewährt ihnen deshalb das Kirchenasyl bis zum Ablauf der jeweiligen Überstellungsfrist. „Für die Presbyterinnen und Presbyter ist diese Entscheidung ein Dienst der Nächstenliebe und der Mitmenschlichkeit“, betont Pfarrerin Heike Rienermann. Für die beiden jungen Männer, so die Theologin, sei es ein Hoffnungsschimmer, „auch wenn die Aussicht, monatelang das Gebäude nicht verlassen zu dürfen, ebenfalls belastend ist.“ Die Männer werden sich in kirchlichen Räumen aufhalten und durch Aktive aus der Gemeinde betreut und versorgt.

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