Jugendprojekt

Jugendliche machen Stadtteile in Hattingen attraktiver

Unterstützer der zweiten Förderungsphase des Projekts „Jugend stärken im Quartier“, das Jugendlichen eine bessere Perspektive bieten soll.

Unterstützer der zweiten Förderungsphase des Projekts „Jugend stärken im Quartier“, das Jugendlichen eine bessere Perspektive bieten soll.

Foto: Bastian Haumann

hattingen.   Innerhalb des Projekts „Jugend produziert für das Quartier“ verschönern Jugendliche Stadtteile in Hattingen. Die Kreativität hat freien Lauf.

Im Leben ist oftmals alles eine Frage der Perspektive. Die einen sind für ihren weiteren Werdegang glänzend aufgestellt, sei es durch einen guten Studienabschluss oder durch die Aussicht auf eine attraktive Lehrstelle. Die anderen hingegen tun sich schwer, den optimalen Weg für ihr zukünftiges Leben zu finden und einzuschlagen. In Hattingen müssen diese Menschen aber nicht alleine nach Lösungen für ihre Zukunft suchen.

Stadt soll attraktiver werden

Das Projekt „Jugend stärken im Quartier“ geht in seine zweite Förderphase unter dem Namen „Jugend produziert für das Quartier“. Das Projekt richtet sich an Jugendliche im Alter zwischen zwölf und 26 Jahren, die noch nicht genau wissen, wo es für sie im Leben hingehen soll, und nach Orientierung suchen.

Ziel ist, dass die Jugendlichen selbst Hand anlegen, um die Stadt attraktiver zu machen, und im Gegenzug sehen, zu was sie alles in der Lage sind. Die zweite Förderphase läuft bis 2022: „In den kommenden vier Jahren wollen wir rund 90 Jugendliche erreichen und ihnen eine Perspektive bieten“, sagt Cordula Buchgeister, Abteilungsleiterin Jugendförderung und Jugendkultur.

Jugendliche sollen sich einbringen

Das Haus der Jugend, das für die Jugendlichen als Anlaufstelle dient, arbeitet hierzu eng mit dem Hattinger Bildungsträger HAZ Arbeit und Zukunft zusammen. Neun Teilnehmer seien bislang in der zweiten Phase zusammengekommen, erzählt Buchgeister. Mit den Jugendlichen gehe man dann durch die Stadt und schaut, wo man etwas erneuern oder einen Mehrwert für die Lebensqualität der Anwohner schaffen kann.

„Wichtig ist aber, dass die Ideen von den Jugendlichen selbst kommen und wir nicht irgendetwas vorgeben“, erklärt Andreas Schmitt vom Haus der Jugend. Gleichermaßen lobt er dabei Daniel Osterwind von der HAZ: „Er sucht den Kontakt zu den Jugendlichen, macht Werbung, geht zu Treffpunkten von ihnen in der Stadt und baut somit eine Beziehung auf.“

Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt

Eine konkrete Idee in Hattingen-Mitte oder Welper etwas zu verschönern, gebe es zwar noch nicht, so Andreas Schmitt, aber es sei möglicherweise angedacht, an der Außenanlage des Hauses der Jugend mit einer Sitzecke etwas zu verändern. „Unsere Jugendlichen sind mega sportlich. Es gibt auch die Überlegung, einen kleinen Trimm-Dich-Pfad draußen zu bauen“, berichtet der Sozialarbeiter.

Bürgermeister Dirk Glaser steht voll hinter dem Projekt: „Wir wollen ja Angebote für alle Generationen schaffen. Ich wünsche mir viel Kreativität von den Jugendlichen.“ Dabei denkt er auch an die Boule-Bahn, die in der ersten Förderphase in Welper gebaut wurde.

>>>Infos zum Projekt „Jugend stärken im Quartier“

178 Kommunen setzen deutschlandweit seit 2015 das Programm um. Mitgemacht haben dabei mehr als 54.000 Teilnehmer.

Das Bundesfamilienministerium sowie das Innenministerium investieren in das Programm für eine bessere Perspektive für Jugendliche.

Die Teilnahme am Projekt ist jederzeit möglich. Im Haus der Jugend und im Jugendtreff Welper kann man sich dazu informieren.

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