Wohnungsbau

Investor will in Hattingen-Bredenscheid Wohnungen bauen

Eines der angefragten Baugebiete befindet sich auf der Brachfläche westlich der Habichtstraße in Bredenscheid, das andere westlich der alten Bahntrasse.

Eines der angefragten Baugebiete befindet sich auf der Brachfläche westlich der Habichtstraße in Bredenscheid, das andere westlich der alten Bahntrasse.

Foto: Svenja Hanusch / FUNKE Foto Services

Hattingen.  Es gibt Anfragen für zwei Flächen. Auch in anderen Ortsteilen wird konkret geplant. Die Stadt rechnet mit mehreren Hundert neuen Wohneinheiten.

Gut 3000 Einwohner leben in Bredenscheid. Gut möglich, dass es bald einige mehr werden. Es gibt Anfragen von Investoren für zwei Neubaugebiete. „Konkret geht es um die Flächen westlich der Habichtstraße und westlich der alten Bahntrasse“, sagt Baudezernent Jens Hendrix. „Wir sind zurzeit mit den ersten Vorplanungen beschäftigt.“

Wie viele neue Wohnungen in Bredenscheid wirklich entstehen, kann Hendrix noch nicht einschätzen. Gut möglich, dass am Ende eine abgespeckte Version der einstigen Pläne für eine „Neue Mitte Bredenscheid“ dabei herauskommt.

Langfristige Ziele in Holthausen

Wir erinnern uns: 2007 war ein Planverfahren zur Stärkung des Stadtteils angelaufen. 100 neue Wohngebäude samt Infrastruktur und Begleitgrün sollten die beiden Hälften Bredenscheids verbinden, einen neuen Ortskern zwischen Elfringhauser-, Johannessegener- und Bredenscheider Straße schaffen. Auch von einem Sportplatz samt Vereinshaus und einem Geschäft zur Nahversorgung war die Rede.

Doch daraus wurde nichts. Die insgesamt 18 Grundstückseigentümer konnten sich nicht auf ein freiwilliges Umlegungsverfahren für die elf Hektar große Fläche einigen. 2013 wurde die „Neue Mitte Bredenscheid“ politisch beerdigt.

Nahversorgung bleibt ein Problem

„Die Nahversorgung wird selbst mit zusätzlichen Wohnungen ein Problem bleiben“, meint Hendrix. „3000 Einwohner sind für die Ansiedlung eines Discounters zu wenig. Auch ein Familienzentrum wird es in Bredenscheid ja nicht geben.“

Was es sehr wohl gibt: Neue Wohnungen auch in anderen Stadtteilen. Da sei zurzeit sehr viel unterwegs – von ersten Ideen bis zu gestarteten Bautätigkeiten, sagt der Dezernent.

Von Welper bis Winz-Baak

An der Bredenscheider Straße nahe der Innenstadt entstehen auf dem Gelände des ehemaligen Autohauses Feix 65 Wohnungen in vier Riegeln. Im Westenfeld in Winz-Baak plant ein Investor 37 Wohneinheiten zwischen Denkmalstraße, Im Westenfeld und Wuppertaler Straße. Auf dem ehemaligen Coca-Cola-Areal an der Blankensteiner Straße sollen zehn Doppelhaushälften und zweimal drei Reihenhäuser entstehen. Am Standort Alte Feuerwache an der Friedrichstraße ist ein neues Wohnquartier für alle Generationen geplant. Im Schatten des Y-Hochhauses in Welper möchte ein Investor drei Wohnriegel mit 36 Wohneinheiten hochziehen.

Freigezogene Kleingärten nutzen

Mittelfristig überlegt die Stadt, freigezogene Kleingärten für Wohnungsbau zu nutzen. Langfristig hat Jens Hendrix „Holthausen West“ im Blick. Dafür gibt es ein städtebauliches Entwicklungskonzept, das die HWG zusammen mit der Verwaltung noch einmal neu plant. Größenordnung: 200 Wohneinheiten.

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