Achtsamkeit

Hattinger haben viele Möglichkeiten zum Stressabbau

Hella Horsmann, Klang-Therapeutin aus Hattingen, arbeitet gerne mit Klangschalen.

Hella Horsmann, Klang-Therapeutin aus Hattingen, arbeitet gerne mit Klangschalen.

Foto: Fischer / Funke Foto Services GmbH

Hattingen.  Ob Klangschalen oder bewusste An- und Entspannung verschiedener Muskelgruppen – es gibt in Hattingen diverse Angebote, um Stress zu begegnen.

Gestresste, Entspannung suchende Hattinger können aus einer Vielzahl von Angeboten wählen. Neben der Volkshochschule, die etwa Autogenes- und Achtsamkeits-Training im Programm hat, gibt es solche, die mit Burn-Out-Prävention werben oder sich speziell an Krebspatienten richten; psychoonkologische Begleittherapie nennt sich das dann.

Sabine Paulluck bietet in ihrer Naturheilpraxis Wellform die Technik der Progressiven Muskelrelaxion nach Jacobsen (PMR) an. Bei dieser Entspannungstechnik werden verschiedene Muskelgruppen bewusst zehn bis 15 Sekunden aktiv angespannt, um dann „deutlich länger“ locker zu lassen. „Man muss diese Technik täglich üben“, weiß Paulluck. Aber wer sie beherrsche, könne die Übung in Gedanken überall anwenden. Den Effekt erklärt sie so: „Der körperlichen, bewussten Entspannung folgt die seelische Entspannung. Das Körperbewusstsein wird geschult und man erkennt plötzlich, wann man angespannt ist und kann aktiv gegensteuern.“

Wer beispielsweise eine Grimasse mit dem Gesicht zieht, diese eine Zeit lang hält und dann locker lässt, wird merken, wie verkrampft die Muskulatur eigentlich war.

Klang dockt an das Urvertrauen

Hella Horsmann bietet ebenfalls PMR an, aber auch die so genannte Klangschalenmassage. Der Vorteil gegenüber PMR liegt für die zertifizierte Entspannungspädagogin klar auf der Hand: „Es gibt nur ganz wenige Menschen, die nicht sofort in eine Entspannung gehen können, wenn sie die Töne und Schwingungen der Klangschalen wahrnehmen.“

Um die fünfzehn Klangschalen hat Hella Horsmann. Auf kleinen Kissen gebettet liegen sie aufgereiht in dem Raum, wo die gestressten Klienten das Abschalten lernen. Die Schalen sind unterschiedlich groß, und erzeugen, sobald sie mit dem Filzkopfschlegel zum Klingen gebracht werden, unterschiedliche Klänge und Schwingungen.“ Um auf die individuellen Bedürfnisse der Klienten eingehen zu können, spricht Horsmann zunächst mit den Klienten. Erst dann stellt die zertifizierte Klangpraktikerin die Therapieklangschalen achtsam auf oder um den Körper der Klienten herum. Während der Patient angezogen auf der Massageliege liegt, können in dieser wohtuenden Atmosphäre die oft kreisenden Gedanken zur Ruhe kommen und der Stress kann losgelassen werden. „Der Klang dockt an das Urvertrauen, das wir im Mutterleib empfunden haben, an und erzeugt das Gefühl von Geborgenheit,“ – die Voraussetzung für Entspannung.

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