Am Ende der Woche

Hattinger, bitte etwas mehr Mühe geben bei der Mülltrennung!

Michael Brandhoff, Redakteur der WAZ Hattingen

Michael Brandhoff, Redakteur der WAZ Hattingen

Foto: Fischer / WAZ

Hattingen.  Das ist doch mal erstrebenswert: Wenn die Bürgerinnen und Bürger in Hattingen bei der Mülltrennung sorgsamer sind, wird die Entsorgung günstiger.

Für ein besseres Miteinander habe ich an dieser Stelle schon des Öfteren geworben. In dieser Woche plöppt nun ein weiteres Beispiel­ dafür auf. Denn wenn wir Hattinger uns alle gemeinsam ein bisschen mehr Mühe bei der Müllentsorgung geben, müssen wir nicht mehr so viel zahlen und stehen nicht mehr mit den ruhrgebietsweit höchsten Gebühren da.

Ich verstehe das nicht. Es kann doch nicht so schwierig sein, seinen Abfall in die richtige Tonne bzw. den richtigen Sack zu werfen. Geschenkt, dass mal ein Teil falsch weggeschmissen wird, das ist bei mir nicht anders, aber die schlechte Quote in unserer Stadt ist schon von Ignoranz geprägt. Und genau das ist einer der Gründe für die vergleichsweise sehr teure Müllabfuhr.

„Freudenhauspreise“ der privaten Abfallwirtschaft

Schmunzeln muss ich, dass in diesem Zusammenhang auf unserer Facebook-Seite Rufe nach der Privatwirtschaft laut werden, habe ich (und andere WAZ-Leser, wie Telefonate und Mails nach meinem Bericht zeigen) jüngst miserable Erfahrungen auf dem Recyclinghof gemacht. Die herrlich schnörkellose Abfallexpertin Elisabeth Henne vom Kreis spricht dabei von „Freudenhauspreisen“ der privaten Abfallwirtschaft, und ja, recht hat sie.

Was erfreulich ist: Hattingen hat sich bei der Mülltrennung in den vergangenen Monaten stark verbessert - und jetzt ist die Kampagne gestartet, noch besser zu werden und den ersten Platz im Ennepe-Ruhr-Kreis zu erreichen. Sollte dies funktionieren, müssen aber auch Stadtverwaltung und Politik reagieren - dann müssen die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt auch davon profitieren und die Gebühren spürbar in die andere Richtung bewegt werden.

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