Ferienspaß

Glückskinder aus Hattingen erzählen über ihre Glückswoche

Die Glückskinder der Glückswoche von Svenja Petry (rechts) mit Feuerwehrmann Christian Fröhlich.

Die Glückskinder der Glückswoche von Svenja Petry (rechts) mit Feuerwehrmann Christian Fröhlich.

Foto: Walter Fischer / Funke Foto Services GmbH

Hattingen.  Was ist Glück Was macht glücklich? Zum Beispiel eine gute Tat. Wir haben mit den Glückskindern der Glückswoche in Hattingen darüber gesprochen.

Eine gute Tat hilft nicht nur den Mitmenschen, sondern macht aus selbst zufrieden und vielleicht sogar glücklich. Das wissen die Kleinsten manchmal sogar besser als die Erwachsenen. Den Eindruck bekommt man zumindest, wenn man die Kinder der Glückswoche befragt – sie wollten Gutes tun und das habe sich toll angefühlt, meint Emma (9).

Sie hat den Tisch für ihre Eltern gedeckt und ist mit dem Hund spazieren gegangen, um ihrer Nachbarin zu helfen. „Die geht sonst immer alleine mit unserem Hund, und sie hat sich total gefreut.“

Auch Nina (6) wollte eine gute Tat vollbringen, das war nämlich die „Hausaufgabe“, die Svenja Petry ihren Schützlingen mit auf den Weg gegeben hat. „Ich hab meiner Mama beim Einkaufen geholfen“, so die Schülerin. Auch Julia (7) wollte ihrer Mama helfen. „Die hab ich besonders gern und deshalb will ich sie glücklich machen.“ Lotta (9) hat ihrer Mama einfach gesagt, dass sie sie lieb hat. „Und dann hab ich ihr noch eine Rückenmassage gegeben. Aber das mache ich eh häufig.“

Besuch bei Christian Fröhlich in der Feuerwache Hattingen

Svenja Petry und die Glückskinder haben sich mit den Experten für gute Taten getroffen. Wer, wenn nicht ein Feuerwehrmann, weiß, was gute Taten sind? Christian Fröhlich ist bei der Feuerwehr und dem Namen nach hat er den Frohsinn und vielleicht auch das Glück gepachtet. Den passenden Beruf dafür hat er schon, denn er hilft regelmäßig Menschen. Er erzählt seinen kleinen Gästen von seiner jüngsten guten Tat: „Eine alte Frau ist hingefallen und hat sich aus ihrer Wohnung ausgesperrt. Wir haben ihr geholfen.“

Er ist bei den Floriansjüngern, weil er helfen möchte und keine „langweilige Arbeit“ machen will. „Warum ist ein Job wichtig, der Spaß macht“, fragt er in die Runde. „Damit man ein gutes Leben hat“, vermutet Nina. Klar: Ein gutes Leben bedeutet ein glückliches Leben.

Die Glückswoche ist ein Pilotprojekt, erklärt Svenja Petry

Die Glückswoche ist ein Pilotprojekt, und Svenja Petry vom Dance-Inn will den Kindern vermitteln, was glücklich macht und auch wie man aus unglücklichen Situationen gestärkt herauskommt. „Wir haben zum Beispiel das hässliche Entlein geschaut. Und hinterher über Einzigartigkeit gesprochen.“ Das schwarze Schaf war für die Kinder dann nicht mehr der bemitleidenswerte Außenseiter, sondern das bewundernswerte, außergewöhnliche Schaf. Auch übers Lästern haben die Kinder mit Svenja gesprochen. Und über Vertrauen. Für die Tanzschul-Inhaberin sind das alles Themen, die zu einer Glückswoche gehören, und die den Alltag beeinflussen.

So sollten die Kinder ihre Lieblingskuscheltiere mitbringen. Als freiwillige Aufgabe und als Vertrauensbeweis konnten die Kinder ihre Stofftiere eine Nacht aus ihrer Obhut geben und tauschen. Ebba (8) gab ihren Eisbären Eisi an Luisa (9) ab. Die Mädchen kannten sich vorher nicht, eine große Überwindung also. Ebba bekam dafür das Stoffpferd Johnny von Luisa. „Das war schon komisch ohne Eisi“, gibt die Achtjährige zu. Sie hatte aber Kuschelersatz und hat sich gut um Johnny gekümmert: „Ich hab ihm zum Einschlafen was vorgelesen.“

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