Politik

Dirk Glaser hält sich Wiederantritt in Hattingen noch offen

Seite an Seite im Stadtvorstand: Kämmerer Frank Mielke und Bürgermeister Dirk Glaser, hier bei einer Bürgerinformationsveranstaltung zum Kanalnetz.

Seite an Seite im Stadtvorstand: Kämmerer Frank Mielke und Bürgermeister Dirk Glaser, hier bei einer Bürgerinformationsveranstaltung zum Kanalnetz.

Foto: Fischer / Funke Foto Services GmbH

Hattingen.  Der Bürgermeister will sich trotz der Kandidatenaufstellung bei der SPD nicht hetzen lassen. Im Stadtvorstand wird der Ton indes schärfer.

Dirk Glaser hält die Frage, ob er bei der Bürgermeisterwahl im September 2020 für eine zweite Amtszeit kandidiert, zurzeit noch offen.

„Es gibt noch keine Entscheidung und noch nicht einmal einen Zeitplan auf dem Weg dorthin“, erklärt der Bürgermeister auf Anfrage der WAZ. Er lasse sich dabei auch nicht hetzen, so Dirk Glaser weiter.

Glaser führt Gespräche mit CDU, Grünen und FDP

Er sagt das in erster Linie mit Blick auf die Sozialdemokraten, die jetzt Frank Mielke als möglichen SPD-Kandidaten vorgestellt haben. Der Parteivorstand hat ihn aktuell als einzigen Bewerber auf der Liste. Ende November soll der Stadtkämmerer offiziell nominiert werden.

Der Amtsinhaber hat es ganz offensichtlich nicht so eilig. „Ich rede jetzt in Ruhe mit den drei Parteien, die mich bei der Wahl 2015 unterstützt haben. Dann werde ich die Sache für mich abwägen und entscheiden“, teilt Dirk Glaser mit.

Grüne denken über eigenen Kandidaten nach

Vor vier Jahren haben CDU, Grüne und FDP dem Bürgermeister ins Amt geholfen. Ob sie das noch einmal versuchen, ist unklar. Die Grünen denken laut über die Aufstellung eines eigenen Bürgermeisterkandidaten nach und berufen sich auf ihre zurzeit glänzenden Wahlergebnisse. Die FDP-Ratsfraktion macht immer mal wieder deutlich, wie unzufrieden sie mit Dirk Glaser ist.

Klar ist dagegen, dass es im Rathaus schon jetzt Fronten gibt. Bürgermeister und Kämmerer sitzen im Verwaltungsvorstand täglich Seite an Seite. Jetzt geht Frank Mielke gegen seinen möglichen Kontrahenten Glaser schon einmal in Stellung.

Vertrauensvolle Zusammenarbeit soll weitergehen

Mit ihm werde es keinen „Schmusekurs“ zwischen Rat und Verwaltung mehr geben, hat der 54-Jährige bei seiner Vorstellung auf dem SPD-Parteitag angekündigt. Und damit die erste Breitseite gegen Dirk Glaser abgeschossen, der eher als Moderator statt als Macher gilt.

„Der Ton wird schärfer“, hat Dirk Glaser dann auch gleich registriert. „Darunter darf die Arbeit im Rathaus aber nicht leiden. Darum habe ich mit Frank Mielke fest vereinbart, dass wir weiterhin konstruktiv und vertrauensvoll zusammenarbeiten.

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