Ausgerechnet

Dieser Hattinger ist der Service-Fachmann des WDR

Wenn etwas Zerstreuung her muss: Daniel Aßmann (35) schwingt auf dieser Schaukel in seiner Firma Videomotion in Blankenstein. Fotos: WalterFischer

Wenn etwas Zerstreuung her muss: Daniel Aßmann (35) schwingt auf dieser Schaukel in seiner Firma Videomotion in Blankenstein. Fotos: WalterFischer

Hattingen.   Daniel Aßmann lockt mit seinem humorvollen Infotainment viele Zuschauer vors TV. Der Hattinger betont, wie schön er seine Heimatstadt findet.

Heute (Montag) Abend startet im WDR-Fernsehen die neue Staffel „Ausgerechnet“ mit dem Hattinger Moderator und Journalisten Daniel Aßmann. Diesmal war er zu Gast bei der Feuerwehr unserer Stadt und wird berichten, wie teuer die Arbeit der Einsatzkräfte ist. Er sagt: „Das kostet alles sehr viel Geld, aber nach dem, was ich erlebt habe, kann ich sagen, dass jeder Cent gerechtfertigt ist.“ Er habe größten Respekt vor der Arbeit: „Hut ab!“ Die Sendung beginnt um 21 Uhr.

Daniel Aßmann gehört zu den bekanntesten Gesichtern im WDR-Fernsehen. Infotainment, mit Verbrauchernähe, gut gelaunt und einem Augenzwinkern im rich­tigen Moment, das ist sein Ding. Und dass er Hattingen irgendwo in seinen Formaten unterbringen kann, das ist ihm wichtig. Heute startet eine neue Staffel „Ausgerechnet“ des Blankensteiners.

In den vergangenen ein, zwei Wochen konnte man ihm kaum entkommen. Nachmittags, abends, unter der Woche, am Wochenende – es liefen viele Sendungen, an denen Daniel Aßmann beteiligt war, sei es als Reporter, Moderator oder Service-Experte. Der WDR hat erkannt, dass sie da einen haben, dem es mit seinen 35 Jahren gelingt, sowohl die älteren als auch jüngere Zuschauer anzusprechen. „Es ist eine andere Art, mit der ich Journalismus betreibe“, sagt er. „Ich versuche, meine persönliche Neugier mit den Werten meiner Erziehung und ein bisschen Humor zu verbinden.“ Er denkt kurz nach. „Das war jetzt fast schon philo­sophisch, oder?“

Welche neuen Formate zu ihm passen könnten, wurde im vergangenen Jahr ausprobiert – oder gleich abgedreht und ausgestrahlt. Etwa ein bunte Talkshow.

Denn diese hat er im vergangenen Jahr gleich zweimal gemacht, jeweils im Anschluss an Folgen der Reihe „Unser Land in den 80ern“. Wolfgang Niedecken war da beispielsweise zu Gast, Birgit Schrowange und auch Rainer Calmund. „Calli war eine Herausforderung“, erzählt Daniel Aßmann. „Am Ende hat die Regie mir aufs Ohr gesagt: Lass ihn reden, wir schneiden das zusammen.“

Kanu-Tour über die Ruhr

Im Sommer war er mit einem Kanu auf der Ruhr unterwegs. Ziel: Zufallsbegegnungen mit Menschen, die besondere Geschichten haben. Ist gelungen, denn das Ergebnis sind zwei 90-Minüter, die im Laufe des Jahres vermutlich unter dem ­Titel „Aßmanns Abenteuer“ im Abendprogramm gezeigt werden.

Jetzt ist aber erst einmal „Ausgerechnet“ angesagt, das Format, mit dem Daniel Aßmann im Jahr 2015 seinen Einstieg beim WDR geschafft hat. „Das ist der Pfeiler“, sagt er. „25, 30 Folgen haben wir jetzt gedreht, sie haben auf jedem Sendeplatz funktioniert.“ Dieser ist nun am Montagabend, direkt nach den neuen Folgen der Feuerwehr-Doku „Feuer und Flamme“. Was ist also naheliegender, als mit der Feuerwehr-Folge zu starten, die in Hattingen gedreht wurde?

Lokalpatriot für Hattingen

Wie teuer ist ein Einsatz, eine Kluft, ein Einsatzwagen – das wird vorgestellt. Und was die Feuerwehrleute bei Einsätzen leisten. „Das ist der Oberhammer, wie die trainieren, wie die zusammenstehen. Das sind Helden des Alltags.“ Es gehe oft um Leben und Tod, „da ist jeder Euro gerechtfertigt“.

Sieben neue Folgen „Ausgerechnet“ werden jetzt ausgestrahlt, anschließend gibt es auch noch zwei Wiederholungen. Und wer genau aufpasst, wird feststellen, dass darin jedesmal Hattingen vorkommt. „Ich bin totaler Lokalpatriot, liebe Hattingen“, schwärmt Aßmann.

„Ich habe ja kurz in Köln gewohnt, dachte, das wäre die große, weite Welt. Aber immer wenn ich am Wochenende hier hingekommen bin, habe ich gesehen, wie schön es ist. Ich fühle mich hier einfach wohl.“

>>> Von der Waldstraße bis zu Dieter Bohlen

Im Jahr 2003 hat Daniel Aßmann am Gymnasium Waldstraße sein Abitur gemacht. Über Radio EN und Focus TV landete er bei Super RTL, wo er eine Ausbildung zum Medienkaufmann gemacht hat. Weitere Stationen waren Giga TV und das Journalismus- und PR-Studium in Gelsenkirchen.

Im Jahr 2012 moderierte er „DSDS Kids“ bei RTL. Jury damals: Dieter Bohlen, Michelle Hunziker und Dana Schweiger.

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