Musik

„Diergardts rockt“ mit Hattinger Seniorenformation

Peter Bachmann, Werner Schneider, Georg Wenner, Norbert Brückner und Peter Czaja

Peter Bachmann, Werner Schneider, Georg Wenner, Norbert Brückner und Peter Czaja

Foto: TRI

Hattingen.   Peter Bachmann, Werner Schneider, Georg Wenner, Norbert Brückner und Peter Czaja geben ein Benefizkonzert. Die Gründer starteten als Schülerband.

Von der Schülerband zur Seniorenformation: Die Geschichte der „The Rocking Jets“, die mit Unterbrechung seit den 1960er Jahren in der Hattinger Musikszene unterwegs sind, ist nicht nur lang, sondern auch lebendig. Den Unterschied des Empfindens 1962 und 2019 kommentieren Gründungsmitglieder.

„Wir sind heute viel entspannter und irgendwie auch mit viel mehr Freude dabei“, bemerkt Werner Schneider.“ Peter Bachmann präzisiert: Wir spielen viel genauer, ohne groß darüber nachzudenken.“ Schneider schiebt hinterher: „Und müssen uns vor Auftritten nicht mehr an der Theke ein Bier oder einen Schnaps genehmigen, um etwas gegen die Aufregung zu tun.“

Die Zusammensetzung wechselte

Wie sich das Ergebnis anhört, davon können sich Musikliebhaber bei „Diergardt rockt“ – der Reunion der „The Rocking Jets“ – am Freitag, 29. März, in Diegardts Kühler Grund einen Eindruck verschaffen. Es ist das dritte Benefizkonzert der Formation – organisiert vom Lions-Club Hattingen/Ruhr. Gespielt werden Cover von Tom Petty, ELO, den Beatles, Cliff Richard, den Shadows.

Die Zusammensetzung hat immer wieder gewechselt. Erst mit Hans-Werner Kulbarsch und Hans-Georg Lindner ein Quartett, gab es nach Damen-Zuwachs und Namensänderung in den 1960ern im Jahr 1971 die Auflösung und 2010 die Neugründung in neuer Besetzung. Nach dem Ausscheiden von Ulrich Schilling-Strack ist seit 2018 Peter Czaja mit im Boot. Somit setzt sich die Formation nun aus Peter Bachmann, Werner Schneider, Georg Wenner, Norbert Brückner und Peter Czaja zusammen.

Angefangen hat alles 1962, als Bachmann und Schneider – damals Schüler des Gymnasiums Waldstraße – auf der Geburtstagsfeier eines Freundes beschlossen, eine Band zu gründen. „Wir waren 16 Jahre alt“, so Bachmann. Und die musikalische Erfahrung? „Ha, die war gleich 0“, kommentiert er lachend. „Ich hatte eine Gitarre von einem Schüler, der zwei Klassen über mir war. Für einfache Popsongs reichte es zumindest schon“, erinnert sich Werner Schneider. „Trompete, Cello, Gitarre – allerdings ohne Erfolg“, beschreibt Bachmann seine Vorerfahrung. Aber: „Schlagzeug war eine schöne Sache.“ „Wir spielten zu viert über einen Verstärker und haben gesungen. Wir hörten uns furchtbar an, hatten aber jede Menge Spaß dabei“, lacht Schneider.

Es wird viel getanzt

Das Quartett sprach sich in der Stadt herum. Viele Auftritte beim Coca-Cola-Ball, in den Gaststätten Kirchmeier, Glocke und Bahnhof Stadtwald folgten. „Man suchte die Gemeinschaft, wollte einer Gruppe angehören, das war bei uns immer die Band“, so Schneider.

Auch heute ist Gemeinschaft ein Faktor, der die „Rocking Jets“– die Bandmitglieder sind allesamt um die 70 Jahre alt – antreibt. Das Benefizkonzert bei Diergardts ist dabei ein bisschen wie ein Nachhausekommen. „Es wird viel getanzt. Die Hattinger kennen uns, die Stimmung ist super, es ist einfach eine große Party“, freut sich Schneider.

Repertoire erweitert

Ehrgeiz spielt bei „The Rocking Jets“ immer noch eine große Rolle. Sie erweitern ihr rund 50 Stücke umfassendes Repertoire um zwei neu eingeübte Lieder, hassen aber „Mamor, Stein und Eisen bricht“. Doch die Leute wollen das immer wieder hören.

Wie lange die Rocking Jets noch auftreten werden, können die Gründungsmitglieder nicht sagen. „So lange wir können“, betont Schneider. „Irgendwann müssen sie uns auf die Bühne tragen, weil wir selbst nicht mehr hochkommen“, schiebt Peter Bachmann hinterher.

Benefizkonzer mit rustikalem Büfett

Die Reunion von The Rocking Jets startet am Freitag, 29. März, um 19 Uhr in Diergardts „Kühler Grund“. Das dritte Benefizkonzert in Kooperation mit dem Lions Club Hattingen/Ruhr findet diesmal zugunsten des Cafés Sprungbrett statt.

Der Eintritt beträgt 28 Euro. Darin enthalten sind die Spende an das Café Sprungbrett sowie ein rustikales Schmankerl-Büfett.

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