Raser

Die Polizei verstärkt ihre Kontrollen im Wodantal

Das Wodantal ist eine beliebte Strecke – leider auch bei Rasern. Nach einigen schweren Unfällen möchte die Polizei nun mit verstärkten

Das Wodantal ist eine beliebte Strecke – leider auch bei Rasern. Nach einigen schweren Unfällen möchte die Polizei nun mit verstärkten

Foto: Walter Fischer

Hattingen.   In den vergangenen Monaten gab es mehrere schwere Unfälle. Eine Absenkung des Geschwindigkeitslimits hält die Polizei aber nicht für nötig.

Seit Beginn der Motorradsaison hat es in diesem Jahr mehrere schwere Unfälle im Wodantal gegeben. Nun will die Polizei ihre Kontrollen an der Raserstrecke ausweiten. Eine grundsätzliche Anpassung der erlaubten Geschwindigkeit hält sie aber nicht für notwendig.

Schon nach den Unfällen im Juni hatte die Polizei verstärkte Kontrollen angekündigt. „Verbessert hat sich aber nichts, es ist eher schlimmer geworden“, sagt WAZ-Leserbeirat Marc-André Weißel. Er erklärt, dass er die Auffahrt von der Paas­straße nicht mehr nutze, weil es aufgrund der Raser zu gefährlich sei. Zudem trage die Lautstärke dazu bei, „dass es hier nicht mehr lebenswert ist“. Er beobachtet zwei Rasertypen: Die auf der Durchreise und die, die hier ihre Maschinen testen und das Wodantal rauf und runter fahren. „Es gibt Videos auf Youtube, die hier gefilmt wurden, da geht die Tachonadel über 200.“

Unfallursache: Hohe Geschwindigkeit

„Während der Saison im Sommer kontrollieren wir im Wodantal immer“, sagt Polizeisprecher Oliver Menden. Nach den vier schweren Unfällen im Juni und ganz aktuell einem Unfall in Richtung Velbert, bei dem die Polizei feststellte, dass der Verunfallte mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs war, soll nun intensiver kontrolliert werden. „Wir stellen unsere Maßnahmen für den gesamten Bereich auf den Prüfstand“, betont Menden.

Dass die Schilder nicht richtig zu erkennen seien, schließt die Polizei nach einem Ortstermin aus. Aber, man habe keinen Hinweis darauf, dass die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit grundsätzlich angepasst werden müsse. „Die Verkehrsteilnehmer müssen sich nur auch daran halten“, betont Menden.

Auch an der Felderbachstraße wird kontrolliert

Der Polizeisprecher weist außerdem darauf hin, dass auch die Strecke über die Felderbachstraße kontrolliert werde, damit Raser nicht auf eine andere Route ausweichen.

Zuletzt waren im Wodantal graue Kästen an einigen Pfosten installiert worden. Damit erfasste der zuständige Landesbetrieb Straßen NRW den Verkehr. Allerdings hat diese Messung nichts mit Rasern zu tun, wie Michael Overmeyer erklärt: „Wir messen die Verkehrsstärke, ­also wie viel Schwerlastverkehr, Motorräder oder Pkw eine Straße befahren.“ Daran kann der Straßenbetrieb ablesen, wie stark eine Straße belastet ist und ob der Ausbauzustand angemessen ist. Diese Zählungen fänden regelmäßig statt. Über Geschwindigkeitsbegrenzungen entscheide dagegen die Straßenverkehrsbehörde, der Ennepe-Ruhr-Kreis, in Absprache mit der Polizei.

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