KIRMES

Die Mauritiuskirmes in Hattingen lockt alle Generationen an

Die beiden Sechsjährigen Mia Hellrung (li.) und Mia-Marie Bäsch haben sichtlich Spaß bei ihrer Fahrt mit dem Hansa Jet auf der Mauritiuskirmes in Niederwenigern.

Die beiden Sechsjährigen Mia Hellrung (li.) und Mia-Marie Bäsch haben sichtlich Spaß bei ihrer Fahrt mit dem Hansa Jet auf der Mauritiuskirmes in Niederwenigern.

Foto: Biene Hagel / Funke Foto Services

Hattingen.  Vier Tage lang feiert Niederwenigern rund um den Dom eine Art inoffizielles Dorffest. Für die Besucher gibt es erstmals auch Veggie-Küche.

Der Duft von Popcorn und gebrannten Mandeln liegt in der Luft, an den bunten Fahrgeschäften erklingt Evergreen auf Evergreen, Schausteller versuchen mit ihren werbenden Rufen, Kunden anzulocken: Bei der traditionellen Mauritiuskirmes ging es am Wochenende hoch her. Dabei erwarteten die zahlreichen Besucher einmal mehr die bekannt-beliebten Attraktionen: vom Autoscooter über den Kirmes-Fahrgeschäftsklassiker „Hully Gully“ bis hin zu „High Jump“, Trampolinspringen an Bungee-Seilen, und „Crazy Jumper“, einem fliegenden Teppich.

Im Autoscooter liefern Jugendliche sich wilde Verfolgungsjagden

Jung wie Alt zieht die Mauritiuskirmes in Niederwenigern dabei auch in diesem Jahr an. Sind es am frühen Nachmittag vor allem junge Familien mit Kindern, die sich an den Karussells vergnügen, kommen zur späteren Stunde vermehrt Jugendliche und junge Erwachsene zum Domplatz, die hier ausgelassen feiern und sich im Autoscooter wilde Verfolgungsjagden liefern.

Einige neue Standbetreiber sind dabei

Veranstalter Andreas Alexius ist es wieder gelungen, trotz der nur sehr begrenzten Stellfläche rund um den Dom für alle Altersgruppen etwas anzubieten. Mit zumeist traditionellen Fahrgeschäften und Essensangeboten, aber auch mit einigen neuen Standbetreibern, darunter einem Bielefelder, der, so Alexius, „Veggie-Küche“ anbietet: gebackenen Blumenkohl und Pilze.

Nach der offiziellen Eröffnung der Mauritiuskirmes am Freitagnachmittag ist das Höhenfeuerwerk am Samstagabend dabei ein erster Höhepunkt des viertägigen Festes, das in diesem Jahr wieder gut besucht ist. Zumal das Wetter bestens mitspielt. „Es sind wirklich sehr viele Leute hier“, freut sich auch Andreas Alexius. Und er fügt hinzu: „Die Schausteller sind alle zufrieden.“ Im Gegensatz zum Vorjahr, als manche Beteiligten aufgrund von Dauerregens 60 bis 80 Prozent Umsatzeinbußen hatten hinnehmen müssen.

Und die Besucher?

Kirmes-Gefühl an die nachfolgenden Generationen weitergeben

„Wir gehen jedes Jahr auf die Kirmes“, sagt etwa Iris Böhmer (63), die am Samstag gemeinsam mit ihrer Enkelin Nele (8) die Zeit auf der Kirmes genießt. „Natürlich hat sich seit meiner Jugend einiges verändert, aber mit der Kirmes verbinde ich viele tolle Erinnerungen aus meiner Kindheit“, schwärmt die Essenerin.

Derlei Kirmes-Gefühl möchte nicht nur Iris Böhmer an die nachfolgenden Generationen weitergeben. Als einen Ort voller Erinnerungen: an den ersten Kuss, das erste Date oder einfach als ein Fest voller glücklicher Momente mit der Familie oder mit Freunden. Auf einer Kirmes, die rund um das Fest des Heiligen Mauritius (22. September) stattfindet, längst zum inoffiziellem Dorffest von Niederwenigern geworden ist.

>>> DER ABSCHLUSSTAG IST DER MONTAG

Die Mauritiuskirmes ist am Montag 23. September, noch einmal für Besucher geöffnet – und zwar von 14 bis 23 Uhr, so Veranstalter Andreas Alexius.

Seit Jahren gibt es für diese Kirmes dabei ein Glasverbot, entsprechend Einlasskontrollen. Seitdem hätten sich die Schwierigkeiten mit Glasbruch und übermütigen Jugendlichen, die auch schon einmal mit Flaschen werfen, erledigt, so Alexius.

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