Wald

Auseinandersetzungen mit Reitern treten gehäuft auf

Förster Thomas Jansen berichtet von vermehrten Auseinandersetzungen zwischen Reitern und Waldbesitzern seit Jahresbeginn.

Foto: Volker Speckenwirth

Förster Thomas Jansen berichtet von vermehrten Auseinandersetzungen zwischen Reitern und Waldbesitzern seit Jahresbeginn. Foto: Volker Speckenwirth

Hattingen.   Seit Beginn des Jahres erreichen Förster Thomas Jansen mehr Beschwerden von Hattinger Waldbesitzern. Er betont: „Waldarbeit geht immer vor“.

Zwischen Reitern und Waldbesitzern kommt es seit Anfang des Jahres vermehrt zu Auseinandersetzungen, berichtet Stadtförster Thomas Jansen. Ihn haben bereits mehrfach Beschwerden erreicht. Deshalb möchte er einige Regeln, die im Wald gelten, noch einmal klarstellen.

„Reiter und auch andere Naturnutzer sind im Wald nur Gäste auf privatem Grund“, betont er. Der Großteil der Hattinger Wälder befinde sich im Privatbesitz. Zwar müssten Waldbesitzer die Erholungssuchenden dulden, „die Bewirtschaftung des Waldes darf aber nicht beeinträchtigt werden. Die geht immer vor“, sagt Thomas Jansen. So müsse es auch möglich sein, zwei oder drei Stunden konzentriert Kaminholz zu schlagen, ohne die Arbeit ständig unterbrechen zu müssen.

Waldarbeiter von Reiter angegangen

Er schildert einen Fall, in dem kürzlich Waldarbeiter massiv von Reitern angegangen seien. Sie sollten ihre Maschinen ausstellen, damit das Pferd nicht erschreckt werde, erzählt der Förster. Und er richtet einen ganz persönlichen Appell an die Reiter: „Wenn ein Pferd nicht geländegängig ist und nicht ohne zu scheuen an Maschinen oder Menschenmengen vorbeikommt, dann hat es im Wald nichts zu suchen.“ Wer freundlich frage, dem werde sicher auch entgegengekommen. Allerdings könnten einige wenige die Stimmung negativ beeinflussen und dann träfe der Unmut unter Umständen auch die, die nichts dafür können, gibt Jansen zu bedenken.

Bereits vor dem Beschluss des Kreises, alle privaten Straßen und Fahrwege freizugeben und keine Ausnahmen zu machen, hatte der Förster bedenken geäußert. Nun sieht er sich bestätigt. „Wehret den Anfängen“, mahnt er deshalb und führt aus: „Auf Dauer kann es nur funktionieren, wenn alle sich benehmen und nicht so getan wird, als sei der Wald Eigentum für alle.“

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