Mein Hagen

Zeit für die Müllabfuhr

WP-Redakteur Martin Weiske

WP-Redakteur Martin Weiske

Foto: Michael Kleinrensing / WP

WP-Kommentator Martin Weiske staunt über die großzügigen Zeitfenster, die der HEB zur Müll-Leerung beansprucht – zum Leidwesen der Parker.

Die Verteilungskämpfe um den immer knapper werdenden Parkraum im Stadtgebiet werden härter. Inzwischen geht es nicht mehr bloß um Anwohner-Privilegien in den Wohnstraßen, sondern es wird auch schon um zeitlich begrenzte Ausnahmeregelungen gerungen.

Beispiel Schützenstraße am Fuße der Hestert: Dort regelt die Gemeinnützige Wohnstättengenossenschaft (GWG) die Abfallentsorgung ihrer Immobilien über sogenannte Unterflurbehälter. Eine saubere Sache, die allerdings bei der Abfuhr für eine veränderte Parkordnung im Quartier sorgt. Damit der HEB mit seinem Kranfahrzeug die Unterflursysteme ansteuern kann, müssen die davor parkenden Autos gleich an zwei Tagen – falls am üblichen Entleerungstag mal was dazwischen kommt – von 7 bis 17 Uhr sich andere Stellplätze suchen.

Zehn Stunden Parkblockade

Gleich zehn Stunden Parkblockade für ein paar Müllbehälter seien eine unverhältnismäßige Zumutung, meinen nicht bloß die Anwohner, sondern auch die Bezirksvertretung Haspe. Daher lautet der Appell an den Entsorgungsdienstleister: Ein Zeitfenster von vier bis fünf Stunden müsse locker ausreichen.

Stimmt nicht, erwidert wiederum der HEB: Die Routen der Fahrzeuge seien nicht immer gleich, mal würden Defekte oder Falschparker den Rhythmus torpedieren, so dass es zu unvorhersehbaren Verschiebungen komme. Das höchste der Gefühle sei ein Zeitfenster zwischen 7 und 15 Uhr – acht Stunden.

Es bleibt der Eindruck, dass in Hagen künftig nicht bloß der Hausmüll, sondern auch die Autos unter der Erde verschwinden müssen.

Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben