Theater Hagen

Weihnachtsmärchen mit amerikanischem Kinderbuchklassiker

Anne Schröder (Dramaturgin), Sabine Kreiter (Bühnen- und Kostümbildnerin), Jozsef Hajzer (Choreograph), Andres Reukauf (Komponist, musikalischer Leiter), Hermann Backhaus (Vorstandsvorsitzender der Märkischen Bank), Anja Schöne (Regisseurin)

Anne Schröder (Dramaturgin), Sabine Kreiter (Bühnen- und Kostümbildnerin), Jozsef Hajzer (Choreograph), Andres Reukauf (Komponist, musikalischer Leiter), Hermann Backhaus (Vorstandsvorsitzender der Märkischen Bank), Anja Schöne (Regisseurin)

Foto: Theater Hagen

Hagen.   Mit dem Zauberer von Oz schlägt das Theater in diesem Jahr einen amerikanischen Weg ein. Zuschauer werden dabei auf eine Fantasiereise eingeladen

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Es wird amerikanisch beim Weihnachtsmärchen. Mit „Der Zauberer von Oz“ feiert am 10. November die Inszenierung des Kinderbuches von US-Schriftsteller Lyman Frank Baum Premiere. Nachdem in den letzten Jahren deutsche Klassiker, allen voran der Gebrüder Grimm, für die Märchen zur Weihnachtszeit als Vorlage dienten, kommt nun eine Geschichte mit einer „wunderbaren Idee“ auf die Bühne, wie Regisseurin Anja Schöne meint.

Finanzielle Unterstützung erhält das Theater auch in diesem Jahr wieder von der Märkischen Bank. Und auch ein Malwettbewerb hat im Vorfeld stattgefunden. 240 Schüler von acht Schulen haben teilgenommen. Die drei Gewinnerbilder werden in der Dezemberausgabe der Theaterzeitung abgedruckt.

Eine Geschichte über Freundschaft

„In dem Stück ist die Heldin ein Kind, ein Mädchen namens Dorothy, mit dem sich die jungen Zuschauer direkt identifizieren können“, sagt Schöne. „Es könnte ein Mädchen aus Hagen sein und im Publikum sitzen.“

In der Geschichte wird Dorothy in eine fremde Welt hineingeworfen. Einziger Ausweg ist Hilfe des Zauberers von Oz, den das junge Mädchen mit drei Freunden, einem Löwen, einer Vogelscheuche und einem Blechmann, sucht. Hier sieht die Regisseurin die Kernbotschaft des Stücks: „Es ist eine Geschichte über Freundschaft und Zusammenhalt“, sagt Schöne und hebt besonders die kindliche Perspektive hervor: „Der vorurteilsfreie Blick von Kindern auf die Welt und die Menschen bestimmt die Geschichte.“

Trotz der Unterschiedlichkeit der Charaktere wird eine Gemeinschaft gebildet. Während Dorothy nach ihrem Zuhause sucht, sehnt sich der Löwe nach Mut, die Vogelscheuche nach Verstand, der Blechmann nach Liebe. „Wir kommen nicht mit der großen Moralkeule um die Ecke“, sagt Schöne, „doch sind das Dinge, die wir und viele Länder dieser Erde gebrauchen könnten.“

Fantasiewelt für Ohren und Augen

Musikalisch geleitet wird das Märchen von Andreas Reukauf, der gleich mehrere Neuerungen ankündigt: „Die Musik wird zum ersten Mal auf der Bühne sein.“ Dabei experimentiert Reukauf mit einem „Schrottschlagzeug“, bestehend aus Töpfen, Pfannen, Deckeln und einem Ölfass, deren metallische Klänge den Charakter des Blechmanns musikalisch darstellen.

18 Songs auf CD

„Es wird ein bunter, lustiger und temporeicher Abend“, verspricht Reukauf. Die Musik des Stücks wird es wieder auf CD geben. 18 Stücke hat die vierköpfige Band eingespielt, „Ohrwürmer garantiert“, schmunzelt Komponist Reukauf.

Bei der Gestaltung von Bühne und Kostümen wurde in diesem Jahr mit viel „Liebe und Fantasie gezaubert“, sagt die Verantwortliche Sabine Kreiter. „Ein Highlight ist ein Fantasiegefährt, dass optisch an ein Mohnfeld erinnern soll.“ Insgesamt 140 Minuten lang werden die Zuschauer eingeladen, die Reise in eine Fantasiewelt anzutreten.

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