Marienhospital-Schließung

Verwaltung: Kein weiterer Rettungswagen für Hohenlimburg

Die Notfallversorgung in Hohenlimburg wird nicht angepasst, wenn das Marienhospital geschlossen wird. So die Hagener Verwaltung in einer Stellungnahme.

Die Notfallversorgung in Hohenlimburg wird nicht angepasst, wenn das Marienhospital geschlossen wird. So die Hagener Verwaltung in einer Stellungnahme.

Foto: Stephan Jansen / dpadpa dpa

Hohenlimburg.  Die Schließung des Marienhospitals bleibe „sehr wahrscheinlich“ ohne Folgen für Notfallpatienten in Hohenlimburg - sagt die Stadtverwaltung.

Sollte das Marienhospital in Letmathe geschlossen werden, hat dies „sehr wahrscheinlich“ keine Folgen für die Notfallversorgung in Hohenlimburg. So heißt es in einer Stellungnahme der Stadt Hagen auf eine Anfrage der Bürger für Hohenlimburg. Demnach werde Hohenlimburg durch ein Rettungsfahrzeug versorgt, das an der Feuerwache Ost stationiert ist, heißt es in der Stellungnahme von Oberbürgermeister Erik O. Schulz und der Beigeordneten Marita Kaufmann.

In dem Zusammenhang weist die Verwaltung auf vier der insgesamt sechs Hagener Krankenhäuser hin, die vorrangig für Rettungswagen zur Verfügung stehen. Bei Notfällen, in denen jede Sekunde zählt, werden „aufgrund der verkehrstechnischen Infrastruktur“ die Krankenhäuser in Boele, Wehringhausen, Haspe und Altenhagen angesteuert. Das Marienhospital in Letmathe werde dagegen bislang nur unregelmäßig angefahren. Daher gebe es „keinen Anpassungsbedarf“, weitere Notfallfahrzeuge vorzuhalten, falls dieses Krankenhaus geschlossen wird. Eine fundierte Auswertung der Zahlen stehe jedoch noch aus. Die Frage der Notfallversorgung für Hohenlimburg wird heute in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses diskutiert.

Schließung wird heute entschieden

Parallel will der märkische Kreistag in Lüdenscheid heute entscheiden, ob das Marienhospital zum Ende diesen Jahres geschlossen wird. Befürworter geben als Grund unter anderem an, dass sich die wirtschaftliche Lage des Krankenhauses im laufenden Geschäftsjahr erheblich verschlechtert hat. Aktuell erwartet der Krankenhausverbund für 2019 einen Verlust von 1,8 Millionen Euro. Die Pläne, das Krankenhaus zu schließen, trafen auf Protest über die Stadtgrenzen von Iserlohn hinaus. Auch viele Hohenlimburger beteiligen sich seither an Kundgebungen und Demonstrationen, die sich für den Erhalt des Marienhospitals einsetzen. In einer Sondersitzung des Iserlohner Stadtrats haben alle Fraktionen gegen eine Schließung votiert.

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