Bezirksvertretung

SPD Haspe: Keine Frau auf ersten Plätzen bei Kommunalwahl

Bezirksbürgermeister Dietmar Thieser (l.) und Ex-Feuerwehrchef  Horst Wisotzki sind die Spitzenkandidaten der SPD in Haspe. Danach kommen keine Frauen auf aussichtsreichen Plätzen.

Bezirksbürgermeister Dietmar Thieser (l.) und Ex-Feuerwehrchef Horst Wisotzki sind die Spitzenkandidaten der SPD in Haspe. Danach kommen keine Frauen auf aussichtsreichen Plätzen.

Foto: Axel Gaiser / WP

Haspe.  Die ersten sechs Plätze sind mit Männern besetzt- die SPD in Hagen-Haspe wird nach der Wahl wohl keine Frau in die Bezirksvertretung schicken.

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Die Hasper SPD geht mit zwei politischen Schwergewichten in die Wahl der Bezirksvertretung im kommende Jahr: Angeführt wird die Liste vom amtierenden Bezirksbürgermeister Dietmar Thieser (67), gefolgt vom früheren Feuerwehrchef und jetzigen Hagener Bürgermeister Horst Wisotzki (68). Der hatte vor wenigen Tagen bereits der WP erklärt, dass er nicht noch einmal für den Rat kandidieren wolle und sich stattdessen erstmals um eine Sitz in der Bezirksvertretung bemühen werde.

Vergeblich sucht man dagegen Frauen auf den vorderen Plätzen der SPD-Liste, die von der Bezirksdelegiertenkonferenz mit überwältigender Mehrheit beschlossen wurde. Denn nach Thieser und Wisotzki folgen auf den Plätzen 3 bis 6 Frank Müller, Alexander Bakhtyar, Frank Bradenbrink und Christian Thieser. Derzeit hat die SPD mit dem Bezirksbürgermeister sieben Sitze (davon mit Rita Huvers eine Frau), da die Bezirksvertretung aber verkleinert wird und die politische Großwetterlage für die SPD eher negativ ist, wird keinesfalls damit gerechnet, dass mehr als sechs Plätze im kommenden Jahr „ziehen“.

SPD-Chef: Keine Frau wollte kandidideren

„Dass die vorderen BV-Listenplätze aus männlichen Kandidaten bestehen, ist dem Umstand geschuldet, dass hierfür schlichtweg keine Frauen zur Verfügung gestanden haben“, so Timo Schisanowski, der sowohl dem Ortsverein Haspe als auch dem Unterbezirk Hagen vorsteht, zur WP. „Gleichwohl haben wir mit Vera Besten auch eine Hasper SPD-Kandidatin, und das erfreulicherweise sogar für den Stadtrat.“ Insgesamt sei es der Partei in Haspe – hier gibt es in den beiden Ortsvereinen immerhin noch 300 Mitglieder – erfolgreich gelungen, ein starkes SPD-Team für die Bezirksvertretung zu präsentieren.

Die SPD hat eigentlich eine Frauenquote – und bei der Kandidatenliste sollen alternierend eine Frau und ein Mann aufgestellt werden. Ist hier in den vergangenen Jahren etwas versäumt worden? „Versäumt worden ist nichts, trotzdem bedauere ich das“, sagt Bezirksbürgermeister Dietmar Thieser (SPD). „Wir haben eine Menge junger Frauen in unseren Reihen, die aber aus unterschiedlichen Gründen für eine Kandidatur nicht bereit waren. Dies ist zu akzeptieren. Die Quote ist das eine, die Umsetzung das andere.“

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