Pläne verwirklichen

SPD-Fraktion drängt beim Hagener Seepark aufs Tempo

Badevergnügen direkt am Ufer des Hengsteysees: Das Familienbad hat durchaus eine Tradition als klassisches Strandbad am Seeufer. Bei der Gestaltung des Seeparks soll diese Idee wiederbelebt werden. Dazu müssen der Fuß- und Radweg allerdings auf der anderen Seite des Bades vorbeigeführt werden. Foto:Stadtarchiv

Badevergnügen direkt am Ufer des Hengsteysees: Das Familienbad hat durchaus eine Tradition als klassisches Strandbad am Seeufer. Bei der Gestaltung des Seeparks soll diese Idee wiederbelebt werden. Dazu müssen der Fuß- und Radweg allerdings auf der anderen Seite des Bades vorbeigeführt werden. Foto:Stadtarchiv

Hagen.   Ideen für die Gestaltung des Seeparks an den Ruhrseen gibt es reichlich. Es mangelt jedoch an der Umsetzung. Die SPD fordert einen Aktionsplan.

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Eine zeitgemäße Verwandlung der Seeufer von Hengstey- und Harkortsee in ein attraktives Freizeitrevier lässt weiterhin auf sich warten. Obwohl Oberbürgermeister Erik O. Schulz zur Beginn seiner Amtszeit das Seepark-Projekt zu einem Schwerpunkt seiner Arbeit erklärt hat, fehlt bis heute jegliche Perspektive, wie die diskutierten Konzeptideen jemals finanziert und realisiert werden könnten. Bis auf ein paar am Hengsteyseeufer platzierte Holzliegen entspricht die übrige Gestaltung zwischen Hohensyburg und Harktorturm weitgehend dem Stand der 1970er-Jahre.

Gestaltungsprozess einleiten

Vor diesem Hintergrund drängt die SPD-Ratsfraktion darauf, dass Politik und Verwaltung endlich Ergebnisse liefern: „Es muss ein verbindlicher Gestaltungsprozess eingeleitet werden“, fordert Günter Stricker, SPD-Sprecher im Sport- und Freizeitausschuss, und legt einen entsprechendem „Aktionsplan Hengsteysee“ vor. Die wesentlichen Eckpunkte lauten:

* Am Biker-Treff Dortmunder Straße sind planungsrechtliche Voraussetzungen für ein Restaurant zu schaffen.

* In Zusammenarbeit mit dem Kanu-Club sind Möglichkeiten zu prüfen, ob auf diesem Gelände temporäre Standplätze für Wohnmobile zu realisieren sind.

* Die Stadtbeleuchtung Hagen wird beauftragt, ein Konzept für die Beleuchtung des Fußweges auf Hagener Seite zu entwickeln.

* Der Radweg wird zwischen Dortmunder und Seestraße auf gesamter Länge vom Fußweg separiert.

* Für das Hengsteybad wird eine Neukonzeption erarbeitet, die eine Öffnung zum Seeufer beinhaltet, einen Ganzjahresbetrieb für Bad und Restauration ermöglicht sowie Übernachtungsmöglichkeiten für Ruhrtalradweg-Nutzer vorsieht.

* Am Hengsteybad sollen Ladestationen für E-Biker geschaffen werden.

* Die Busanbindungen in Richtung Hengsteysee sollen – auch in den späten Abendstunden – deutlich ausgeweitet werden.

* Theater, Hagenbad und Hagen-Agentur entwickeln eine Konzeption für regelmäßige Klassik-Konzerte am Wasser sowie eine Reaktivierung der Seefeste.

* Die Brücke zwischen der Seestraße auf Hagener Seite und der Straße am Schiffswinkel (Wehr Hengstey) auf Herdecker Seite wird so umgebaut, dass Radfahrer sie trotz Schienproblematik gefahrlos nutzen können.

* Mit der Fertigstellung der Volmebrücke soll auch der Fuß- und Radweg zwischen Seestraße und Volmemündung entsprechend ausgebaut werden.

* Im Rahmen des Radwegekonzeptes ist eine Verbindung der Ruhrseen in die innerstädtischen Wohnbezirke durch geeignete Radwege entlang der Volme und Ennepe zu schaffen.

Dezernent verweist auf Ergebnisse

Baudezernent Thomas Grothe rät zurzeit allerdings noch davon ab, die Gesamtkonzeption in viele Einzelteile zu zerlegen, um sich dann mühselig um verschiedene Tourismus- und Radverkehr-Förderprogramme zu bemühen. Er setzt weiterhin auf die große Förderkulisse der Internationalen Gartenausstellung 2027 (IGA 2027) von deren Geldsegen die gesamte Metropolregion Ruhr profitieren möchte.

Diese Strategie hält SPD-Ratsherr Dietmar Thieser für durchaus sinnvoll: „Aber bis dahin vergehen noch viele Jahre, und wir können heute ganz bestimmt nicht sich davon ausgehen, dass wir unsere Wünsche im Rahmen der IGA erfüllt bekommen.“

Planungsidee für 20 Hektar

Gleichzeitig bestreitet der Stadtbaurat, dass rund um den See der Stillstand regiere: „Der RVR hat inzwischen das Cargobeamer-Gelände erworben, so dass wir inzwischen darüber verfügen können.“ Außerdem gelte es zunächst, die Planungsideen für das 20-Hektar-Areal zu konkretisieren, um dann rund um die Seen entsprechendes Baurecht zu schaffen.

Auch mit der Errichtung der Volmebrücke für 2,5 Millionen Euro werde im nächsten Jahr begonnen. Parallel wird nach Informationen der Stadtredaktion bei Hagenbad bereits eine Konzeption für die künftige Gestaltung und Nutzung des Familien-Freibades in Hengstey entwickelt. Mit Details wird sich Anfang Oktober der Aufsichtsrat beschäftigen.

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