Parken in Hagen

Smartphone-App löst in Hagen den Parkgroschen ab

Parken in Hagen mit der Smartphone-App

Autofahrer können ihren Stellplatz ab sofort mit einer Park-App bezahlen. Philipp Zimmermann von Smartparking erklärt wie es funktioniert.

Autofahrer können ihren Stellplatz ab sofort mit einer Park-App bezahlen. Philipp Zimmermann von Smartparking erklärt wie es funktioniert.

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Hagen.   Hagens Autofahrer können ihren Stellplatz ab sofort mit einer Park-App bezahlen. Dieses Service-Angebot funktioniert auch in anderen Städten.

Komfortabel per Smartphone-App können die Hagener Autofahrer ab sofort ihre Stellplatzgebühren am Parkscheinautomaten bezahlen. Oberbürgermeister Erik O. Schulz hat am Dienstag den offiziellen Startschuss für das „Handyparken“ in Hagen gegeben. Ein Service-Angebot, das im kommenden Jahr noch durch eine weitere Technologie ergänzt werden soll, die sogar die Parkplatzsuche per App in Hagen ermöglichen soll, stellt Olaf Vaupel vom Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH) in Aussicht.

Uhr lässt sich auch zurückdrehen

Autofahrern kommt die missliche Situation sicherlich bekannt vor: Endlich ist ein Stellplatz am Straßenrand gefunden, doch der Parkautomat ist mal wieder mit Kaugummi verstopft, die Geldkarte steckt in einer anderen Jacke oder es fehlt das passende Kleingeld. Genau in diesem Moment macht eine Smartphone-App unabhängig. Per Knopfdruck wird der Standort lokalisiert, das Auto-Kennzeichen eingegeben und die voraussichtliche Parkdauer festgelegt.

Besonders charmant dabei: Sollten der Stadtbummel oder der Geschäftstermin einmal länger dauern, kann die Parkdauer aus der Ferne weitergebucht werden. Das Handy wird somit zur bequemen Fernbedienung. Umgekehrt ist es genauso möglich, bei frühzeitiger Rückkehr zum Auto die eingetastete Zeit wieder zurückzustellen und somit minutenscharf die Parkgebühren zu reduzieren.

Üblicherweise liefern die Park-App-Anbieter auch einen Hinweisbutton mit, der sich am Armaturenbrett des eigenen Fahrzeugs platzieren lässt. Somit können die Politessen auf den ersten Blick erkennen, dass sie bei ihren Kontrollgängen gar nicht erst nach einem versteckten Parkschein suchen müssen, sondern die Bezahlung per App erfolgt ist. Dies lässt sich von den Mitarbeitern des Ordnungsamtes auch gleich anhand der Eingaben des Kennzeichens kontrollieren.

Die auflaufenden Parkgebühren werden – zuzüglich einer geringen Service-Gebühr – entweder direkt über die Handy-Rechnung oder ein Zahlungsverfahren – beispielsweise per Pay-Pal oder Lastschrift – abgerechnet. „Das kann jeder Kunde bei der Wahl seines Park-App-Anbieters individuell bestimmen“, erläutert Philipp Zimmermann, stellvertretender Geschäftsführer des federführenden Dienstleisters „Smartparking“, das Konzept.

80 Städte sind schon dabei

Obwohl es ähnliche Angebote bereits seit über einem Jahrzehnt in Deutschland gibt, steigt die Stadt Hagen erst jetzt in das System ein: „Früher verlangten die Anbieter noch reichlich Gebühren, heute ist das Angebot für die Stadt Hagen kostenneutral“, betont Thomas Lichtenberg, Leiter des Fachbereichs Verkehr.

Dennoch gehöre Hagen mit zu den Vorreitern. Von den etwa 1000 Gemeinden in Deutschland, die Parkraumbewirtschaftung betreiben, sind bis zum Jahresende etwa 80 Städte an das Smartparking-Netz angeschlossen. Das bedeutet natürlich auch, dass Hagener Nutzer einer Park-App natürlich auch in anderen Städten – zum Teil sogar im Ausland – mit diesem System ihre Parkgebühren entrichten können.

Die Stadt Hagen geht davon aus, dass künftig etwa 10 bis 15 Prozent der Autofahrer mit diesem System arbeiten werden. Weitere Informationen zu den potenziellen Anbietern finden sich ab sofort auf den 75 Parkautomaten im gesamten Stadtgebiet.

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