Unfall

Schütze in Hagen durch Kanone verletzt: Fest geht weiter

Rettungseinsatz beim Tückinger Schützenverein: Ein Mitglied ist durch einen Böllerschuss so schwer verletzt worden, dass die Person in eine Spezialklinik geflogen werden musste.

Rettungseinsatz beim Tückinger Schützenverein: Ein Mitglied ist durch einen Böllerschuss so schwer verletzt worden, dass die Person in eine Spezialklinik geflogen werden musste.

Foto: Alex Talash

Hagen.  Durch einen Böllerschuss ist ein Schütze in Hagen schwer verletzt worden. Das Schützenfest wird nach Absprache mit dem Betroffenen fortgesetzt.

Beim traditionellen Fest der Tückinger Schützen im Vereinsheim auf dem Tücking hat am Samstagnachmittag ein Schütze so schwere Verbrennungen erlitten, dass er mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik gebracht werden musste. Der Mann war offenbar einer Böllerkanone (Standböller) zu nahe gekommen, als diese – wie es bei den Tückinger Schützen Tradition ist – zur Feier der Würdenträger mit einem lauten Knall auslöste.

Trotz des Vorfalls hat der Verein die Feierlichkeiten fortgesetzt. „Wir haben das mit dem Betroffenen und seiner Angehörigen so abgesprochen“, so der erste Vorsitzende Thomas Ritsche gegenüber unserer Zeitung. „Die Verletzungen waren nicht so schwerwiegend. Wir hatten am Sonntagmorgen Kontakt. Es geht unserem Schützenbruder den Umständen entsprechend schon wieder gut.“ Dennoch, so räumt der Vorsitzende ein, habe der Vorfall die Stimmung auf dem Schützenfest getrübt.

Mit dem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik

Der Mann hatte sich durch den Böllerschuss Verbrennungen an Kopf, Oberkörper und Arm zugezogen. Er wurde zunächst notärztlich an Ort und Stelle versorgt, dann aber in eine Spezialklinik nach Bochum geflogen.

Vor vier Jahren war es zu einem tödlichen Unfall beim Anböllern während eines Schützenfestes in Niedermarsberg (Hochsauerlandkreis) gekommen. Der Schützenkönig war im Juli 2015 durch eine explodierende Kanone tödlich verletzt worden.

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