Kultur

Revuen laufen im Theater an der Volme in Hagen am besten

Eine Szene aus der Komödie „Alter schützt vor Torschluss nicht“ (von links): Lisa und Vanessa Janicki, Dario Weberg und Matthias Geck. 

Eine Szene aus der Komödie „Alter schützt vor Torschluss nicht“ (von links): Lisa und Vanessa Janicki, Dario Weberg und Matthias Geck. 

Foto: Theater an der Volme

Hagen-Mitte.   Die Macher des Theaters an der Volme in Hagen sprechen über den neuen Spielplan und den Werdringer Theatersommer.

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Wenig Aufwand, schnelle Umsetzung, viele zufriedene Besucher – die Rechnung geht auf. „Revuen verkaufen sich bei uns am besten“, resümiert Indra Janorschke. Die Leiterin des Theaters an der Volme weiß, was das Publikum der kleinen Spielstätte auf dem Elbersgelände präferiert. Und ­reagiert darauf: „Unsere nächste Premiere ist die bunte Revue ,Er kam, sah und sie siegte’ mit beschwingter Musik und Sketchen“, so Janorschke, die den Spielplan für die kommenden Monate vorstellt. Und einen kurzen Rückblick auf die vergangenen Monate gibt: „Im Zeitraum Anfang Januar bis Anfang April lag unsere Auslastung über 12 Prozent höher als im Vergleichszeitraum“, so die Theaterleiterin zufrieden.

Im Durchschnitt läge die Auslastung bei etwa 65 Prozent, 2018 habe es insgesamt 180 Vorstellungen gegeben. „Und wir sind stolz darauf, mit nicht-subventionierter Kultur Geld zu verdienen“, fügt Indra Janorschke an.

Freche Beziehungslieder

Aber zurück zum neuen Spielplan: In der Revue „Er kam, sah und sie siegte“, die am 17. Mai Premiere feiert, stehen Dario Weberg und Karolin Kersting singend und schauspielernd auf der Bühne.

Zu hören gibt es dann u.a. freche Beziehungslieder von Marlene Dietrich, Charles Aznavour und Roger Cicero. „Außerdem gibt’s im Sommer bei uns einige Wiederaufnahmen“, sagt die Theaterleiterin. So werden zum Beispiel „Pack die Badehose ein“ , „Ein Bett im Kornfeld“ und „Hagen von Hagen“ erneut auf die Bühne gebracht.

Veranstaltungszeitraum ausgebaut Ein Foto aus 2018 zeigt den gut gefüllten Schlosshof beim 1. Werdringer Theatersommer. Foto: Michael Kleinrensing

Auf ihre „zweite Baustelle“ im Sommer-Spielplan legen Indra Janorschke und Dario Weberg besonderes Augenmerk. „Nachdem der erste Werdringer Theatersommer im vergangenen Jahr ein solcher Erfolg war, folgt in diesem Jahr natürlich die Fortsetzung“, sagt Dario Weberg. Man habe den Veranstaltungszeitraum ausgebaut, „dieses Mal spielen wir an zwei Wochenenden und auch wochentags“, konkretisiert der Intendant. Heißt: Acht Aufführungen werden vom 28. Juni bis 7. Juli im Innenhof des Wasserschlosses gezeigt.

An sechs Abenden (jeweils um 19.30 Uhr) wird die Krimikomödie „Schlossinternat Werdringen – Tote Lehrer leben länger“ gezeigt, an zwei Abenden die biografische Musikrevue „Johnny Cash – I walk the line“.

Ambiente ist fantastisch

Auch dieses Mal wird die Atmosphäre des Wasserschlosses genutzt. „Das Ambiente in Werdringen ist fantastisch. Im Eingangsbereich stellen wir Fackeln auf, die für besonderes Flair sorgen“, schwärmt Indra Janorschke. Das Schlosscafé habe vor den Veranstaltungen sowie in den Pausen geöffnet und es werde auf dem Platz gegrillt.

Je nach Wetterlage werden 250 bis 300 Stühle im Schlosshof aufgestellt. „Bei bedecktem Himmel und Nieselregen verteilen wir kostenlose Regencapes und spielen. Nur bei Starkregen und Sturm fallen die Vorstellungen aus“, sagt die Theaterleiterin.

Keine Massenveranstaltung

Themenwechsel: „Wir haben für drei Jahre die Zusage der Stadt erhalten, unseren Theatersommer in Werdringen zu veranstalten“, so Dario Weberg. Die Erlaubnis lag für 2018 sowie liegt für 2019 und 2020 zu.

Das Umweltamt hatte 2018 Bedenken geäußert, am Schlossgelände Veranstaltungen zu genehmigen, da sich der Bereich in einem Naturschutzgebiet befindet. Da der Werdringer Theatersommer jedoch weder als nächtliches Event noch als Massenveranstaltung gesehen wird, nickte das Umweltamt das Open-Air-Kulturprogramm ab.

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