Reservisten im Fadenkreuz der Fragen

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Mitte. (bor) Marschmusik, Tarnanzüge, Infostände, Erbsensuppe. Wer diese vier Begriffe auf den gleichen Nenner bringen will, braucht einen größeren Anlass. Der war am Samstag in Hagen gegeben - zum bundesweiten Tag der Reservisten.

Es waren in der Tat ungewohnte Szenen, die sich da am Rande des Autosalons abspielten. Erstaunte Blicke erntete der "Reservisten-Musikzug Sauerland", der zum Reservistentag vor der Volmegalerie Militärmusik zum Besten gab. Solche Begegnungen mit der Bevölkerung seien wichtig, erzählt Stabshauptmann d. R. Werner Deese. Man verstehe sich schließlich als "Mittler zwischen Bundeswehr und Gesellschaft". Einmal im Jahr arbeiten die Reservisten mit dem Infotag so nicht nur am eigenen Ruf, sondern, ganz volksnah, auch an dem der Bundeswehr.

Dazu gab sich die Reservistenkameradschaft Hagen in den Räumlichkeiten der SIHK die Ehre. Dort war umfangreiches Informationsmaterial zusammengetragen worden. Wer allerdings nach Waffen und schwerem Gerät ausschau hielt, musste unverrichteter Dinge wieder abziehen. "Wir stellen uns am Reservistentag nur vor, wir halten keine Übung ab", erklärte Deese den Auftritt der Reservisten. Vom Bild des Soldaten mit Waffe wolle man sich damit aber keinesfalls lossagen, so der eindeutige Tenor.

Die eher minimal militärisch geschmückte Bühne nutzten am Samstag auch THW, DRK, Feuerwehr und Polizei. Bundesweit arbeiten sie als "Ordnungspartner" Hand in Hand mit den Reservisten, vor allem im Katastrophenschutz.

Ob es am Wetter lag oder an der wenig exklusiven Lage: Hagener fanden nur spärlich in die SIHK. Pünktlich war neben den Reservisten lediglich eine handvoll Demonstranten. Bleibt zu hoffen, dass es sich dabei nicht um die gewünschte Begegnung zwischen Gesellschaft und Bundeswehr gehandelt hat.

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