Oldtimer

Original-Auto aus „Starsky & Hutch“ im Freilichtmuseum Hagen

400 PS produziert der V-8-Motor unter der Haube des Gran Torino: Arnd Rippelmeyer hat den Ford vor drei Jahren in Dänemark gekauft.

400 PS produziert der V-8-Motor unter der Haube des Gran Torino: Arnd Rippelmeyer hat den Ford vor drei Jahren in Dänemark gekauft.

Foto: Michael Kleinrensing / WP

Hagen/Wetter.  Mehr als 50 Ford-Oldtimer kommen am Sonntag ins Freilichtmuseum Hagen. Der Star ist ein Gran Torino von „Starsky und Hutch“.

Gucken ist ja schon ein kleines Träumchen. Hören aber ist eine ganz andere Dimension. Also dreht Arnd Rippelmeyer den Zündschlüssel herum und entlockt dem V8 unter der Haube ein erstes Blubbern. Das Blaulicht – was in diesem Fall ein Rotlicht ist – landet auf dem Dach. Dann drückt der Bauunternehmer aus Wetter einmal das Gaspedal und den Knopf für die Sirene. „Aus Spaß hab’ ich das mal in einem Tunnel gemacht“, sagt er und grinst, „einige haben Platz gemacht.“

Platz für einen Hochglanz-Traum von Auto. Platz für einen Ford Gran Torino, Baujahr 1975. Platz, nicht für irgendeinen runtergekommenen US-Schlitten, sondern für das feine Original-Auto aus der TV-Serie „Starsky & Hutch“, die gerade im Spätprogramm des ZDF ihre Renaissance erlebt.

Leidenschaftlicher Sammler schlägt in Dänemark zu

Rippelmeyer, Auto-Enthusiast und leidenschaftlicher Sammler, hat das Unikat vor drei Jahren aus einer aufgelösten Sammlung in Dänemark gekauft. Am kommenden Sonntag, 25. August, zeigt er seinen außergewöhnlichen automobilen Schatz beim Treffen der Alt-Ford-Freunde (11 bis 18 Uhr) im Freilichtmuseum. „Ich habe sogar noch die Kopie des Fahrzeugbriefs mit den Namen ,Starsky und Hutch’ und eine Polizeimarke aus Bay City“, sagt Rippelmeyer.

das Original Filmfahrzeug aus der TV Serie „Starsky & Hutch“

Es ist diese TV-Serie aus den 70er-Jahren um die beiden Kommissare aus dem erfundenen Bay City, die Rippelmeyer schon als Kind fasziniert hat. Und es ist seine Liebe zu Automobilen. Beides vereint sich in dem 5,40 Meter langen Schlitten mit rund 400 Pferdestärken unter der Haube und den Sitzen, in denen der Fahrer und der Beifahrer wie in Omas Sofa versinken. Ein Schlitten, der angesichts seines Alters in einem Top-Zustand ist.

Ein Auto, das einfach nur Spaß macht

„Ein solches Auto zu fahren – das ist etwas ganz Besonders“, sagt Rippelmeyer, „das Blubbern des V8, dazu diese besonderen Ausmaße, eine im Grunde noch simple Technik, an der man auch selbst was schrauben kann. . . So ein Auto – das macht einfach nur Spaß.“

Einen Spaß, den er sich bei Ausfahrten an Wochenenden gönnt. Aber manchmal auch (trotz eines innerstädtischen Verbrauchs von 20 bis 25 Liter) im Alltag. „Das ist total faszinierend. Wenn man das Auto abstellt, bildet sich schnell eine Menschentraube“, sagt Arnd Rippelmeyer, „viele in meiner Altersklasse kennen die TV-Serie. Man kommt ins Gespräch. Das ist doch schön.“

Großer Auftritt auf der IAA in Frankfurt

Seinen letzten großen Auftritt hat der rot-weiße Torino vor zwei Jahren auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) vor zwei Jahren in Frankfurt gehabt. Als 2004 eine Action-Komödie, die auf der Serie basiert, in die Kinos kommt, geht der Torino (damals noch nicht in Rippelmeyers Besitz) auf Promotiontour. „Die Schauspieler haben sich mit Autogrammen auf der Innenseite der Kofferraumklappe verewigt“, sagt Rippelmeyer. „Damals ist das Auto für die Auftritte noch mal richtig fein herausgeputzt worden. Davon hat der Torino profitiert.“

Der letzte große Auftritt war auf der IAA. Der nächste steht bevor. Im Freilichtmuseum vor Fachwerkkulisse zwischen rund 50 Oldtimern. Das Gucken wird ein kleines Träumchen sein. Aber wenn Arnd Rippelmeyer den Zündschlüssel umdreht und das Rotlicht auf das Dach setzt, werden viele Herzen höher schlagen.

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