Europawahl

„Onkel Fisch“ amüsiert in Hagen mit Programm zur Europawahl

Action-Kabarett pur: Adrian Engels (links) und Markus Riedinger erklären als Duo „Onkel Fisch“ Europa aus ihrer ganz eigenen Perspektive.

Action-Kabarett pur: Adrian Engels (links) und Markus Riedinger erklären als Duo „Onkel Fisch“ Europa aus ihrer ganz eigenen Perspektive.

Foto: Alex Talash

Hagen-Mitte.   600 Besucher kommen auf Einladung der Elbershallen in die Hagener Stadthalle und sehen rasantes Action-Kabarett mit „Onkel Fisch“.

Was man gegen Wahlmüdigkeit in Bezug auf die Europawahl tun kann? Nichts stimmt nicht ganz. So können Engagierte versuchen, die Bürger mit einer griffigen Botschaft wie „Europa kann auch Spaß machen“ zu ködern. Dass das gelingen kann, zeigte sich am Montag, 20. Mai, in der Stadthalle, wo mehr als 600 Besucher an einer Wahlveranstaltung der anderen Art teilnahmen.

Das Kabarett-Duo „Onkel Fisch“ warf sich in seinem rasanten, verrückt-schrillen Programm für Europa in die Bresche und im Vorfeld wurden die Gäste über die Europawahl am Sonntag, 26. Mai, und darüber, was Europa den Hagenern bringt, informiert.

Freier Eintritt für alle Besucher

Das Besondere: Der Eintritt war für die Besucher frei, da die Elbershallen den Abend gesponsert hatten und das Event von der Stadthalle und dem Europabüro unterstützt wurde.

„Wir sind geplündert“, resümierte Sabine Krink vom Europabüro 20 Minuten vor Beginn der Veranstaltung zufrieden und spielte damit auf die Tische an, auf denen eine Stunde zuvor noch zahlreiches Infomaterial über Europa sowie Blöcke und blaue EU-Taschen gelegen hatten.

Doch die Leute seien nicht nur zum Stand gekommen, um Gratis-Material abzugreifen, so Krink, sondern auch, um Interessantes rund um die Europawahl zu erfahren.

Viele junge Leute in der Stadthalle

„Es spiegelt sich wider, dass viele die Sorge haben, Europa breche auseinander“, bilanzierte Sabine Krink und fügte an: „Es zeigt sich, dass es sich gelohnt hat, dass wir vom Europabüro für den heutigen Abend gezielt in Schulen Werbung gemacht haben. Es sind erfreulich viele junge Leute – hoffentlich Neuwähler — hier.“

130.000 Hagener sind am 26. Mai wahlberechtigt

In dem kurzweiligen Gespräch, das Cordula Aßmann (Radio Hagen) und Oberbürgermeister Erik O. Schulz auf der Bühne führten, kamen Zahlen auf den Tisch: In Hagen sind am Sonntag 130.000 Menschen wahlberechtigt, 2014 lag in Deutschland die Beteiligung an der Europawahl bei 48 Prozent, 2019 haben laut einer Umfrage immerhin 56 Prozent signalisiert, dass sie sich für die Wahl interessieren.

Der OB auf die Frage, was Europa in den vergangenen Jahren konkret in Hagen bewirkt habe: „Zum Beispiel Schülerprogramme und Kulturprojekte, die mit EU-Mitteln gefördert wurden. Und wenn man durch Wehringhausen geht, wird Europa sichtbar.“

Action-Kabarett

Dann wurde den Stadthallen-Gästen klar, was mit satirischem Action-Kabarett gemeint ist: „Onkel Fisch“ sprang grenzenlos vom Goldschopf Trump zum Kreml-Monster Putin hin zum chinesischen Drachen, philosophierte über griechische Mythologie, das Neandertal bei Mettmann und ­absurde EU-Verordnungen.

Adrian Engels, der Hampelmann, und Markus Riedinger, der Oberlehrer, tanzten, sprangen, sangen, übertrieben maßlos und verpackten ihre Botschaft „Europa ist wichtig – geht wählen!“ charmant und actionreich.

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