Sturmtief Burglind

Obernahmer Straße in Hohenlimburg für Stunden gesperrt

In Höhe des ehemaligen Koenigsees rutschte der Hang ab. Zahlreiche Bäume landeten auf der Straße. Diese wurde  für mehrere Stunden gesperrt.

In Höhe des ehemaligen Koenigsees rutschte der Hang ab. Zahlreiche Bäume landeten auf der Straße. Diese wurde für mehrere Stunden gesperrt.

Foto: Alex Talash

Hohenlimburg.  Sturmtief Burglind hat Hohenlimburg schwer getroffen. Besonders das Obernahmertal. Dort war die Straße für viele Stunden gesperrt.

Sturmtief Burglind hat am Mittwochmorgen mit heftigen Regengüssen und orkanartigem Sturm auch Berchum, Hohenlimburg und Elsey mit voller Wucht getroffen. Besonders schwer erwischte es das obere Nahmertal. Zwischen dem Pumpenhäuschen am Koenigsee und dem ehemaligen Einlauf zum See in Höhe der einstigen Gaststätte Zum Lahmen Hasen rutschte der Hang ab, so dass ein rundes Dutzend Bäume umkippten und die Fahrbahn blockierten.

Autofahrer, die zu diesem Zeitpunkt aus der Obernahmer in Richtung Hohenlimburger Innenstadt unterwegs waren, hatten Glück. Es wurde niemand verletzt, kein Fahrzeug durch die herabstürzenden Bäume beschädigt.

Auch das Wördener Bachtal gesperrt

Kurz vor 7 Uhr rückten die Berufsfeuerwehr, sowie die Freiwilligen aus Oege und der Nahmer aus, um mit Motorsägen die Baumstämme zu zersägen und die Fahrbahn freizuziehen. Das war kurz nach 11 Uhr der Fall. Dennoch blieb die Obernahmer Straße aufgrund weiterer Unwetterwarnungen bis zum Nachmittag gesperrt. Zum Leidwesen der Anwohner, die nicht in die Obernahmer kamen oder aus dem Obernahmertal nicht nach Hohenlimburg und auch nicht nach Veserde. Denn auch das Wördener Bachtal war aufgrund umgestürzter Bäume gesperrt.

So musste Anwohner Wolfgang Grüner über Schleichwege bis Lüdenscheid fahren, um von dort die Autobahn 45 nach Hagen zu nutzen. „Ich hatte dort am Morgen einen wichtigen Termin.“

Die Hagener Straßebahn (Linie 538) fuhr nur noch bis zur Haltestelle Nimmertal.

Zeitweise dramatisch stellte sich die Situation auch in der Hasselbach dar. Dort waren ab 7 Uhr die Einsatzkräfte der Löschgruppen Henkhausen-Reh und Elsey im Einsatz. Denn, wie so häufig nach Sturzregenfällen, lief der alte Löschteich am Alten Henkhauser Weg über, so dass die Wassermassen die dortige Kindertagesstätte zwischenzeitlich zu fluten drohten. Doch das rasche Eingreifen der Einsatzkräfte und auch der ab 8 Uhr nachlassende Regen sorgten dann für Entspannung, obwohl sich kurz vor neun Uhr nach einem weiteren heftigen Gewitterschauer die Situation wieder zuspitzte. Die Erzieherinnen und auch die Eltern der Kita nahmen das Hochwasser gelassen. „Das ist nicht das erste Mal.“

Einsätze auch in Berchum

Zur weiteren Chronologie eines regenreichen Morgens: Bereits um 6.12 Uhr ging die erste Meldung bei der Feuerwehr ein, dass am Berchumer Dorfplatz die Keller volllaufen. Die Freiwillige Feuerwehr Berchum rückte aus und sicherte mit Sandsäcken das Hab und Gut der Anwohner. Um 6.18 Uhr wurden die Freiwilligen aus Elsey informiert, weil auf der Berliner Allee ein Baum auf die Fahrbahn gestürzt war.

Lennepegel steigt kontinuierlich

  • Um rund 3 Zentimeter stieg der Lennepegel am Morgen.

  • Lag der Wasserstand um 7 Uhr noch bei 191 Zentimetern (der mittlere Wasserstand liegt bei 74 Zentimetern), waren es um 11.15 Uhr bereits 207 Zentimeter.

  • Die Durchflussgeschwindigkeit erreichte fast 150 Kubikmeter pro Sekunden. Durchschnittswert: 28,8 Kubikmeter pro Sekunde.

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