Hunde-Rettung

Nach Rettung auf A 1 in Hagen: Hund Mia wieder bei Frauchen

Die Autobahnpolizei hat Chihuahua Mia von der Autobahn A 1 in Hagen gerettet, jetzt ist die Hunde-Dame wieder bei Frauchen.

Die Autobahnpolizei hat Chihuahua Mia von der Autobahn A 1 in Hagen gerettet, jetzt ist die Hunde-Dame wieder bei Frauchen.

Foto: Jessica Kujat

Hagen.   Wegen der Chihuahua-Dame Mia musste die Autobahn 1 in Hagen kurz gesperrt werden. Jetzt erklärt ihr Frauchen, wie es dazu kam.

Die kleine Hunde-Dame Mia, die die Polizei am Ostermontag von der viel befahrenen Autobahn 1 gerettet hat, ist wieder bei ihrem Frauchen. Jessica Kujat ist überglücklich, den ein Jahr alten Chihuahua wieder bei sich zu haben. Und sehr dankbar für die Hilfe der Polizei, die extra den Verkehr auf der A 1 angehalten hatte.

Im Gespräch mit unserer Zeitung berichtet die 39-Jährige, wie es zu dem Vorfall kommen konnte. Sie selbst kommt gar nicht aus Hagen, aber ihr aus Iserlohn stammender Freund hat einen Wohnwagen auf dem Campingplatz an der Ruhrstraße – also direkt an der A 1 an der Grenze zu Schwerte. „Ich hatte ihm am Ostermontag Mia und auch meinen anderen Hund mitgegeben“, so Jessica Kujat. „Aber dann ist die Kleine in ein nahes Wäldchen gelaufen.“

Ihr Freund hatte noch selbst versucht,das Tier zu finden – erfolglos. „Dann hat er mich gegen 13 Uhr angerufen und ich bin schnell aus Waltrop dahin gefahren.“ Doch auch Jessica Kujat gelang es nicht, den Hund einzufangen: „Ich habe Mia erst seit einem halben Jahr, sie kam aus eher schwierigen Verhältnissen und braucht noch Erziehung“, sagt die mit Hunden erfahrene 39-Jährige.

Ein Anruf beim Tierheim blieb am Feiertag zunächst erfolglos. Erlösung gab es erst nach dem Anruf bei der Feuerwehr: „Dort berichtete man mir, dass sich der Tierschutzverein inzwischen um Mia gekümmert hat.“ 56 Euro Gebühr zahlte Jessica Kujat dann gerne an den Verein, um ihren Hund wiederzubekommen.

Polizei wägt Gefahren ab

Erst im Nachhinein hat sie nun aber erfahren, wie dramatisch es um ihren kleinen Hund stand: Denn Mia war auf die Autobahn gelaufen. Besorgte Autofahrer hatten die Polizei gerufen und die hatte – wie berichtet – die dreispurige Autobahn in Richtung Bremen mit zwei Streifenwagen kurzzeitig gesperrt, um das Tier zu retten.

Die Polizei freut sich, dass sie den Hund hat retten können, doch leichtfertig hat sie dies nicht getan, wie Dana Seketa, Sprecherin des zuständigen Polizeipräsidiums Dortmund, betont: „Eine so stark befahrene, dreispurige Autobahn wie die A 1 zu sperren, ist immer gefährlich.“ Man müsse abwägen, ob sich die Polizisten selbst in eine unverhältnismäßige Gefahr begeben könnten oder ob andere Menschen gefährdet werden. „Auf der anderen Seite ist aber auch der Hund auf der Straße eine Gefahr für die Menschen, wenn ein Autofahrer plötzlich bremsen muss.“

In diesem Fall habe man aber bei dem Einsatz beides erreichen können. „Am Ende ist es für alle gut verlaufen“, so Dana Seketa. „Und das freut uns.“ So sieht es auch die überglückliche Jessica Kujat: „Mein herzlicher Dank an die Polizei. Gut, dass ich mit Mia schon geübt hatte, nicht einfach so auf die Straße zu laufen, sonst wäre es wohl schlimmer ausgegangen.“

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