Entsorgung

Abfall brennt in Müllauto in Hagen: Feuerwehr muss löschen

Nachdem der Müll abgekippt war, konnte der Brand von der Feuerwehr gelöscht werden.

Nachdem der Müll abgekippt war, konnte der Brand von der Feuerwehr gelöscht werden.

Foto: Alex Talash

Bathey.   Der Abfall in einem Hagener Müllfahrzeug hat sich entzündet. Warum der brennende Abfall nicht sofort in die Müllverbrennungsanlage darf.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Zu einem brennenden Müllwagen ist die Feuerwehr am Mittwochvormittag gerufen worden. Die aus Müllsäcken bestehende Ladung auf einem Lkw der Hagener Umweltservice- und Investitionsgesellschaft (HUI) – einem Tochterunternehmen des städtischen Hagener Entsorgungsbetriebes (HEB) – war gegen 11.50 Uhr an der Ecke Batheyer/Kabeler Straße in Brand geraten. Mitarbeiter versuchten noch mit einem Feuerlöscher die Flammen einzudämmen – doch schließlich musste die Feuerwehr anrücken.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stieg dichter Rauch aus dem Container auf. Auf Weisung der Feuerwehr öffnete der Fahrer den Container und schüttete die Ladung auf die Straße ab. Nachdem die Flammen gelöscht waren, wurde der Müll auseinandergezogen, um letzte Glutnester zu löschen.

Dass die Ladung in den Müllfahrzeugen in Brand gerate, komme nur sehr selten vor, so Winfried Sasse, Bereichsleiter Entsorgung des HEB: „In den vergangenen 15 Jahren, die ich im Unternehmen bin, sind mir lediglich drei Fälle bekannt. Und bei der HUI war es sogar der erste Fall seit 1998.“

Seit die HUI nicht mehr die Gelben Säcke in Hagen abfährt, ist das Unternehmen ganz auf gewerbliche Abfälle spezialisiert. Aus denen bestand auch die Ladung, die nun in Brand geraten ist. Die genaue Ursache ist allerdings weiter unklar: „Wir kennen sie nicht und ich denke, wir werden sie auch nicht ermitteln können“, so Sasse. Was für das Unternehmen wichtiger ist: Das Fahrzeug ist nicht erheblich beschädigt und wohl auch weiter einsetzbar.

Was zunächst kurios anmutet: Der brennende Abfall konnte nicht sofort in die Müllverbrennungsanlage gebracht werden. „Der Abfall wird ja nicht direkt aus dem Wagen in den Ofen gekippt, sondern zunächst in einen Bunker“, so Winfried Sasse. „Und da darf natürlich kein Feuer entstehen.“ Also wurde der Abfall in Bathey erst komplett abgelöscht, um am Donnerstag dann endgültig verbrannt zu werden.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben