Wirtschaft

Marketing Club Südwestfalen gibt Hochsauerlandkreis auf

Thomas Gebehenne ist seit Ende 2017 Geschäftsführer des Marketing Clubs Südwestfalen.

Thomas Gebehenne ist seit Ende 2017 Geschäftsführer des Marketing Clubs Südwestfalen.

Foto: Michael Kleinrensing

Hagen.   Der Marketing Club Südwestfalen will sich wieder mehr auf Hagen und Umgebung konzentrieren. Im Hochsauerlandkreis gründet sich ein neuer Club.

Der Marketing Club Südwestfalen (früher Marketing Club Hagen) bekommt Konkurrenz. In Kürze gründet sich ein neuer Club – der Marketing Club Hochsauerland.

Knackpunkt: 2012 hatte sich der MC Südwestfalen auf den Arnsberger Raum ausgeweitet, da er den Bereich in Sachen Marketing und Networking als weißen Fleck auf der Landkarte und somit Potenzial für die Gewinnung neuer Mitglieder sah.

Olsberger gründet neuen Club

Ähnliche Gedanken haben auch den Olsberger Netzwerker Benjamin Richter dazu veranlasst, die Weichen für die Gründung des Marketing Clubs HSK zu stellen. In Absprache mit dem Deutschen Marketing Verband (DMV) will der Geschäftsführer eines Olsberger Unternehmens nun aktiv werden, „da im HSK viel Potenzial auf der Straße liegen bliebe“.

Thomas Gebehenne, Geschäftsführer des MC Südwestfalen, bestätigt auf Nachfrage unserer Zeitung die Freigabe bzw. Aufgabe des HSK-Bereichs. „Dass der 2012 eingeschlagene Weg nun aufgegeben wird, sehen wir nicht als Niederlage. Die Realität zeigt einfach, dass es nicht möglich ist, ein so großes Gebiet adäquat zu bespielen.“

Brief an Mitglieder verschickt

In einem Brief, den der MC Südwestfalen an seine Mitglieder verschickt hat, heißt es, man wolle sich wieder auf die alten Grenzen des Clubgebiets (Hagen, Märkischer- und Ennepe-Ruhr-Kreis) konzentrieren. Das habe zur Folge, dass man sich gemeinsam mit dem DMV für die Freigabe des HSK- Gebietes entschieden habe.

Zu lange Wege zu Locations

Gebehenne räumt ein, dass es dem Club in den vergangenen Jahren nicht gelungen sei, den HSK-Raum so zu vereinnahmen, wie es ursprünglich geplant gewesen sei. Wichtig für den Besuch der angebotenen Clubveranstaltungen seien relativ kurze Wege zu den Locations. „Doch einen 45-minütigen Hin- und Rückweg nimmt kaum jemand in Kauf.“

Gebehenne spielt damit auf Club-Events in Arnsberg oder Umgebung an, die von nur wenigen Hagener Unternehmern angesteuert werden. Genau wie Clubabende im Hagener Tagungshotel Arcadeon, zu dem kaum Mitglieder aus dem rund 60 Kilometer entfernt liegenden Hochsauerlandkreis kommen.

15 Mitglieder stammen aus dem HSK

Wie viele Mitglieder derzeit aus der Region, die nun aufgegeben wird, stammen? „Etwa 15 von insgesamt 250 Mitgliedern“, schätzt Geschäftsführer Gebehenne.

Auch wenn die Mitglieder aus dem HSK nach der Club-Neugründung Veranstaltungen direkt vor ihrer Haustür finden würden, würde es der Vorstand natürlich begrüßen, wenn besagte Unternehmen dem Marketing Club Südwestfalen als Mitglied treu bleiben würden.

Wie die aktuellen Ziele des MC Südwestfalen aussehen? „Wir möchten verstärkt Unternehmen im benachbarten Sauerland gewinnen“, sagt Thomas Gebehenne.

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