Wahl 2017

Mama und Angela Merkel sind Vorbilder für Cemile Giousouf

Cemile Giousouf ist die Direktkandidatin der CDU im Wahlkreis Hagen.

Cemile Giousouf ist die Direktkandidatin der CDU im Wahlkreis Hagen.

Hagen.   Mit 58 beginnt die Hagener Postleitzahl. 58 Fragen beantwortet Cemile Giousouf, Bundestagskandidatin der CDU Hagen.

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Über die Liste ihrer Partei ist Cemile Giousouf 2013 für die CDU Hagen in den Bundestag eingezogen. Und im Parlament will sie am liebsten auch bleiben. Vor der Wahl beantwortet sie (in Anlehnung an die Hagener Postleitzahl) 58 Fragen, die sie so noch nicht gestellt bekommen hat.

1. Was gefällt Ihnen an Berlin?
Ich liebe die politische Arbeit dort. Ich kann mit vielen Kollegen zusammen Themen voranbringen, die uns in Hagen bewegen.

2. Warum gewinnen Sie die Wahl?
Weil ich in den letzten vier Jahren viel Einsatz gezeigt habe – zum Beispiel bei den Themen Kommunalfinanzen und Breitbandausbau. Dazu konnte ich in vielen hundert Fällen Menschen in meinen Bürgersprechstunden weiterhelfen.

3. Wie gestalten Sie in diesem Jahr den Wahlabend?
Wir werden gemeinsam mit Familien, Freunden und der CDU-Familie im Rathaus sein. Danach werden wir feiern. Wo? Da gibt es in meinem Team unterschiedliche Präferenzen.

4. Warum sollten die Menschen am 24. September zur Wahl gehen?
Weil jede nicht abgegebene Stimme die extremistischen Kräfte in unserem Land stärkt, die keine politische Alternative haben, sondern nur mit den Ängsten der Menschen spielen.

5. Welche drei Worte fallen ihnen spontan zu Hagen ein?
Lebenswert, herausfordernd, Mut-Bürger.

6. Was wünschen Sie ihrem Konkurrenten René Röspel?
Starke Nerven, wenn er das SPD-Ergebnis am 24. September sieht.

7. Wo bekommt man in Berlin eine gute Weiße?
Ehrlich gesagt – da muss ich passen. So viel Bier trinke ich nicht.

8. Ihr Lieblingsort?
Wehringhausen, Freilichtmuseum, Emil-Schumacher-Museum.

9. Was haben Sie nach 100 Tagen in der neuen Legislaturperiode erreicht?
Wir haben einen guten Koalitionsvertrag, in dem die Stärkung der Familien im Mittelpunkt steht. Und wir können ein Konzept zur Stärkung Europas vorlegen.

10. Ein Abgeordneter verdient viel weniger als der Sparkassen-Chef. Ist das gerecht?
Ich denke, dass die Abgeordneten ausreichend verdienen, um der Aufgabe gerecht zu werden, für die sie gewählt wurden.

11. Spree oder Volme – wo gehen Sie lieber spazieren?
Volme natürlich.

12. Welchen Politiker einer anderen Partei schätzen Sie besonders?
Die Antwort fällt mir schwer. Da kommen eigentlich nur viele Bilder wichtiger CDU-Politiker in mir hoch.

13. Wie lange wollen Sie noch Politik machen?
So lange wie die Menschen mir dieses Mandat geben.

14. Welche Polit-Floskel können Sie nicht mehr hören?
Dass man Politikern nicht glauben kann.

15. Können Sie über Politiker-Witze in der Heute-Show lachen?
Ja sehr. Habe ich in der Sommerpause vermisst.

16. Was verdienen Sie momentan?
Meine Einkünfte und Ausgaben sind auf meiner Homepage unter dem Hashtag „Glasklar“ nachzulesen.

17. Was wird Ihre erste Amtshandlung sein?
Ich werde meine vereinbarten Termine fortsetzen und weiter in den Ausschüssen mitarbeiten.

18. Bevor Sie Politiker wurden, waren Sie was?
Referentin bei der Landesregierung im Arbeits- und Sozialministerium.

19. In Ihrer ersten Bundestagsrede geht es um . . . ?
Wahrscheinlich um Bildung- oder Innenthemen.

20. Welches Buch haben Sie zuletzt gelesen?
Von Diana Kinnert „Für die Zukunft sehe ich schwarz“.

21. Als Rentner machen Sie was?
Da engagiere ich mich ehrenamtlich, wohne vielleicht in einem Haus mit anderen alten Menschen zusammen und werde von den Zeiten erzählen, als ich noch im Bundestag Reden gehalten habe.

22. Sind Sie eitel?
Ich glaube nicht. Aber eigentlich müssen das andere beantworten.

23. Auf wessen Ratschläge hören Sie?
Auf die meines Teams in Berlin und Hagen.

24. Ihr erster Urlaub ohne Eltern?
Türkei. Mit einer Freundin. Wir hatten fünf Wochen lang eine Wohnung, die wir über Freunde organisiert hatten.

25. Was finden Sie an Hagen so richtig geil?
Wie viel die Menschen hier auf die Beine stellen. Es gibt über 45 000 Ehrenamtliche, die die These widerlegen, dass Hagen nicht lebenswert sei.

26. Was können Sie an Hagen nicht ausstehen?
Manchmal bin ich betroffen, wenn Menschen sagen, dass sie unzufrieden mit der Lebensstruktur sind.

27. Wenn Sie Kommunalpolitiker wären, würden Sie welches Projekt angehen?
Ich würde mich um den sozialen Arbeitsmarkt kümmern.

28. Wann sind Sie zuletzt geblitzt worden?
(lacht) Im Büro liegen zwei Knöllchen. Das war letzte Woche.

29. AC/DC oder Helene Fischer?
AC/DC.

30. In der Zeitung lesen Sie zuerst . . .?
Die ersten beiden Seiten und dann den Lokalteil.

31. In welcher Kneipe haben Sie ihr letztes Bier getrunken?
In der Braustube in Eppenhausen.

32. Butter bei die Fische: Die CDU holt bei der Bundestagswahl wie viel Prozent?
Ich hoffe mehr als 40.

33. Wen haben Sie mit ihrem ersten Zungenkuss beglückt?
Ha! Das sage ich Ihnen doch nicht!

34. Kann man mit der AfD zusammenarbeiten?
Definitiv nicht.

35. Warum sind Sie in eine Partei eingetreten?
Um Dinge zu verbessern.

36. Wohin sind Sie zuletzt mit dem Bus gefahren?
Ich fahre häufig vom Hauptbahnhof ins Hagener Büro, wenn ich aus Berlin komme.

37. Glauben Sie an Gott
Ja.

38. BVB oder Schalke?
Bei der Frage kann man nur verlieren. Aber ich bin ohnehin kein Fußball-Fan.

39. Wie kommen Sie von Hagen nach Berlin?
Manchmal mit dem Zug, aber häufig mit dem Flieger.

40. Mit welchem Bundesminister haben Sie zuletzt gesprochen?
Mit Hermann Gröhe, Minister für Familie, Jugend und Gesundheit, bei der letzten Fraktionssitzung.

41. Haben Sie sich schon mal selbst gegoogelt?
Ja, klar (lacht).

42. Singen Sie morgens unter der Dusche?
Nein.

43. Haben Sie schon mal in einer Gewahrsamszelle gesessen?
Nein.

44. Döner oder Steak bei Hohoff’s?
Döner. Ich hab’ noch nie bei Hohoff’s gegessen.

45. Wann waren Sie zuletzt in einem Gotteshaus?
Vor zwei, drei Wochen.

46. Bei welcher Polit-Sendung schalten Sie den Fernseher aus?
Wenn ich jetzt ehrlich antworte, laden die mich nicht mehr ein (lacht). Grundsätzlich sollten diese Sendungen mal ihr Format überdenken. Viele aus meinem Umfeld sind dieser Sendungen überdrüssig.

47. Wer ist ihr Vorbild?
Meine Mama und Angela Merkel.

48. Macht Macht sexy?
Bei manchen vielleicht. Aber grundsätzlich bedeutet es mehr Verantwortung.

49. Welche Hausarbeit ist ihr Job?
Ich mache alles selber. Ab und an hilft mein Freund. Aber weil wir keine gemeinsame Wohnung haben, nicht immer.

50. Ich kann an Angela Merkel nicht leiden . . .?
„Nicht leiden“ ist zu hart. Aber da, wo sie zuletzt Selbstkritik geübt hat, hätte ich mir das auch anders gewünscht.

51. Ich schätze an Martin Schulz. . . ?
Dass er ein engagierter Europapolitiker war. Aber Bundeskanzler – das ist für ihn zu groß.

52. Können Sie sich noch erinnern, womit Sie als junge Frau ihr erstes Geld verdienten?
Regale einräumen bei Kaiser’s.

53. In welchen sozialen Netzwerken sind Sie unterwegs?
Facebook und Twitter.

54. Wann haben Sie ihren Sandkastenkumpel zuletzt getroffen?
Zufällig nach Jahren wieder bei Facebook.

55. Braucht Hagen einen Schuldenschnitt?
Ja.

56. Welches Stück haben Sie zuletzt im Stadttheater gesehen?
Zwar nicht im Stadttheater. Aber bei den Schlossspielen „Ein Käfig voller Narren“.

57. Über wen können Sie so richtig lachen?
Ich liebe politisches Kabarett – Hagen Rether, Volker Pispers.

58. Wenn Sie ihrem Konkurrentin René Röspel die 58. Frage selbst stellen dürften, wie würde diese lauten?
Ich würde ihn Fragen, warum er die Arbeit, die wir in der Koalition geleistet haben, immer so schlecht macht.

>>HINTERGRUND: IN LEVERKUSEN GEBOREN

  • Cemile Giousouf wurde am 5. Mai 1978 in Leverkusen geboren. Ihre Eltern stammen aus Griechenland, sind aber Angehörige einer türkischen Minderheit.
  • Cemile Giousouf ist ledig, aber liiert. Die Politikerin ist die erste Muslimin, die für die CDU im Bundestag sitzt.
  • Cemile Giousouf hat an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn Politikwissenschaften studiert. Von 2008 bis 2010 war sie Referentin im Ministerium für Generationen, Familie, Frauen, Soziales und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen, dann wechselte sie ins Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales.
  • Von 2009 bis 2013 war sie Mitglied der Bezirksvertretung Aachen-Mitte und Sachkundige Bürgerin im Sozialausschuss des Rates. Seit 2013 sitzt sie für die CDU im Bundestag. Sie ist Mitglied im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technologiefolgenabschätzung, stellvertretendes Mitglied im Innenausschuss und Schriftführerin bei Plenarsitzungen.
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