Nachhaltigkeit

Klimadebatte bringt Hagener Umwelttag neue Akteure

Das Fahrrad als Fortbewegungsmittel entdecken: Beim Hagener Umwelttag kann man dies auf vielfältige Art und Weise tun, unter anderem auch mit einer Rikscha.

Das Fahrrad als Fortbewegungsmittel entdecken: Beim Hagener Umwelttag kann man dies auf vielfältige Art und Weise tun, unter anderem auch mit einer Rikscha.

Foto: Alex Talash

Hagen.   Hagener Bürger können sich beim Umwelttag über Nachhaltigkeit und Mobilität informieren. Doch es könnten mehr sein, sagt ein Aussteller.

Das Thema Klima hat Konjunktur. Nachhaltigkeit ist in aller Munde. Der Hagener Umwelttag auf dem Friedrich-Ebert-Platz war daher passend terminiert. Hier konnten sich die Hagener an verschiedenen Ständen informieren.

Ingrid Klatte von der Verbraucherzentrale Hagen findet die neuen Angebote auf dem diesjährigen Umwelttag besonders gut und ist begeistert, dass so viele bei ihrer Plakataktion zur nachhaltigen Nutzung von Lebensmitteln mitmachen. „Wir haben diesmal neue Leute, wie den Stand vom Foodsharing oder die Schüler von Fridays for Future dabei.“

Blaue Punkte verteilt

Sie selbst hat diesmal das Bodenplakat mitgebracht, um die Leute zu fragen, wie sie Lebensmittel einsetzen und lagern. Es wurden ziemlich viele blaue Punkte verteilt, die für einen klimaschonenden Gebrauch stehen. „Viele Leute waren auch bereit, mir zu ihrer Wahl eine Antwort zu geben und man merkt, dass sie oft klein anfangen. Genauso stelle ich mir das vor“, sagt Ingrid Klatte.

Zur Auswahl stand auf dem Plakat zum Beispiel, dass man seine Lebensmittel im Garten selbst anpflanzt oder mit den letzten Resten noch ein leckeres Essen zubereitet, ohne es wegzuschmeißen. Die Leute konnten den blauen Punkt auf das kleben, was auf ihren Lebensmittelgebrauch zutrifft.

Viele Hagener lockte es bei dem guten Wetter in die Stadt, und sie nutzten auch die Gelegenheit, sich an den zahlreichen Ständen des Umwelttages zu informieren. Von Jung bis Alt reichte die Spanne und durch verschiedene Aktionen, wie das Simulationsfahren mit einem Hybridbus der Hagener Straßenbahn AG oder das Wettrennen mit dem Fahrrad der Aktion Stadtradeln, wurden den Besuchern klimafreundliche Transportmöglichkeiten nähergebracht.

Unter anderem gab es auch einen Laufzettel, mit dem bei den verschiedenen Ständen Stempel gesammelt wurden. Wenn der Zettel voll war, konnte man sich beim Stand des Bürger-Solar-Verein e.V. ein Geschenk abholen.

Dass das Thema Klimaschutz wirklich jeden etwas angeht, zeigte sich auch bei dem Wettbewerb „Klimaschutz-Claim“, der von Studenten der Fachhochschule Hagen ins Leben gerufen wurde. Bei dem Projekt ging es darum, zusammen mit Schulklassen ein Zeichen für Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu entwickeln. Dabei war es den Initiatoren auch wichtig, dass das Logo sowie die Idee aus der Gesellschaft kommen. Beim Umwelttag wurde dann der Preis für das beste Logo verliehen, er ging an die Klasse GTA 12 des Cuno-Berufskollegs II. Sie ersetzten auf ihrem Plakat das „a“ im Wort Hagen durch ein grünes Blatt, was für mehr Grün statt Grau stehen soll.

Schon 150 „Stadtradler“

Gemeinsames Fahrradfahren stand beim Hagener Umwelttag auch im Vordergrund. Und zwar startete die Kampagne „Stadtradeln“, bei der es um die Förderung des Radverkehrs und um ein besseres Klima geht. Die Aktion dauert drei Wochen, und es geht darum, so viele Kilometer wie möglich zu radeln. „Wir haben eine ganz gute Resonanz beim Stadtradeln erzielt, und es haben sich bereits 150 Radelnde angemeldet. Nach dem heutigen Tag sind es hoffentlich noch ein paar mehr“, sagt Gregor Hengstermann vom Fachbereich Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung der Stadt Hagen. „Die Menschen, die mitmachen, geben uns sehr gutes Feedback. Über die Funktion „Radar“ in unserer App kann man uns zum Beispiel Verbesserungsvorschläge für Radwege geben.“

Der Fahrradhändler Bernd Trimborn von Zweirad Trimborn hat einen Stand mit E-Bikes. Er hätte sich von den Besuchern des Umwelttages ein bisschen mehr Interesse für sein Angebot gewünscht: „Ich sorge mich auch um das Thema Umwelt, daher ist der heutige Tag für mich noch zu wenig besucht. Natürlich sind die E-Bikes nicht günstig, aber im Zusammenhang mit dem Klimaschutz gibt es manche Dinge, die mit Geld verbunden sind.“

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