Kampf für Delfine vor laufender Kamera

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Hohenlimburg. Donnerstag. 13 Uhr. Es geht eng zu im Büro von Jürgen Ortmüller, der gelassen an seinem Schreibtisch sitzt. Vor ihm sitzt eine Journalistin des WDR, durchlöchert ihn mit Fragen, die er mit großer Fachkompetenz beantwortet. ...

... Zwei Kameraleute haben eine große Kamera aufgestellt, nehmen alles auf. Das Interview wird heute Abend um 18.50 Uhr im WDR-Fernsehen in der Aktuellen Stunde ausgestrahlt. Der Hohenlimburger Jürgen Ortmüller, Vorsitzender des Wal- und Delfinschutzforums, erklärt darin die Gründe, warum das WDSF heute um 12 Uhr in Münster vor dem Rathaus auf dem Prinzipalmarkt gegen den Münsteraner Allwetter-Zoo demonstriert.

"Der Zeitpunkt könnte nicht passender sein", sagt Ortmüller. Denn heute ist Welttierschutztag. Doch auch sonst sei eine Demonstration überfällig gewesen, betont er. Der Hauptvorwurf des WDSF an den Allwetterzoo in Münster: "Die nicht artgerechte Haltung von Delfinen!" Es hat das Forum dazu erwogen, rechtliche Schritte einzuleiten. "Einen Delfin in einem Betonbecken zu halten, kann von Natur aus schon nicht artgerecht sein", sagt Ortmüller und ergänzt: "Doch jetzt verstößt der Zoo auch noch gegen die Gesetze, die diese Tierhaltung überhaupt erlauben."

Zur Erklärung: Das WDSF wirft dem Delfinarium in Münster vor, zu viele Tiere auf einer zu kleinen Fläche zu halten. Denn dort schwimmen seit einigen Wochen drei neue Delfine in den Becken herum. Drei Jungtiere aus Holland, die für die Zeit ihrer Adoleszenz getrennt von ihren Familien leben. So sei es auch in der Natur, betonen die Betreiber des Delfinariums. Sobald die Delfine alt genug für die Zucht seien, würden sie den Münsteraner Zoo wieder verlassen. So wie der 22 Jahre alte Nemo, der dafür nun in den Becken in Harderwijk in Holland schwimmt.

Für die Delfinschützer aus Hagen kein akzeptabler Zustand. "Die vorhandene Größe und Wassermenge reicht für die jetzige Anzahl von Tieren nicht aus. Damit liegt eindeutig ein Gesetzesverstoß vor", sagt Jürgen Ortmüller. Mehr erklärt er heute Abend um 18.50 Uhr.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (1) Kommentar schreiben