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Internet-Welle: Feuerwehr Hagen-Fley räumt Einsatzwagen leer

Modellbausatz der Freiwilligen Feuerwehr Fley: Die „Tetris Challenge“ geht durch die Welt und hat jetzt auch die Hagener Welt der Einsatzkräfte erreicht.

Modellbausatz der Freiwilligen Feuerwehr Fley: Die „Tetris Challenge“ geht durch die Welt und hat jetzt auch die Hagener Welt der Einsatzkräfte erreicht.

Foto: FF Fley

Fley.  Mit einer Foto-Aktion im Internet zeigen Sanitäter, Polizisten und Feuerwehrleute, wie das Innenleben eines Einsatzfahrzeugs aussieht.

Es ist dunkel. Neun Einsatzkräfte der freiwilligen Feuerwehr Fley liegen unter einem Schlauchturm. Das Equipment eines Feuerwehrwagens verteilt sich um die Helfer. Was wie ein Modellbausatz eines Kinderspielzeugs aussieht, ist ein kleiner Spaß der Löschgruppe.

Das Bild, das auf der Facebook-Seite „Fleyerfighters and Friends“ veröffentlich wurde, ist ihr Beitrag zur sogenannten „#tetrischallenge“, die seit Wochen durch das Netz geht. Es zeigt das Innenleben eines Einsatzfahrzeugs aus der Luft. Aufgenommen von einem Turm, an dem sonst die Schläuche trocknen.

Die Idee sei der Ortsgruppe spontan am Donnerstagabend gekommen, erzählte Leiter Markus Weber. Weil zur wöchentlichen Übung mehr Teilnehmer als geplant gekommen sind, entschied sich die Feuerwehrmannschaft zu dem Foto auf dem Hof im Erlhagen. „Es ist eine tolle Aktion. Man bekommt ein Gefühl dafür, was alles in einem Einsatzwagen ist“, unterstreicht Weber.

Wer hat’s erfunden? Die Schweizer

Bei der Feuerwehr Fley zählen zum Inventar beispielsweise mehrere Wasserschläuche, ein Bolzenschneider oder eine tragbare Feuerlöschpumpe. Im Wagen müssen neun Feuerwehrleute einen Platz finden. Zwischen 30 und 45 Minuten brauchte die Löschgruppe, um alle Geräte aus dem Löschfahrzeug zu tragen und auf dem Hof zu platzieren. „Das ging erstaunlich schnell“, meinte Weber.

Und wer hat’s erfunden? Die Schweizer. Ins Leben gerufen wurde die Aktion am 1. September von der Kantonspolizei Zürich. Sie veröffentlichte auf Instergram ein Bild eines leergeräumten Einsatzautos, zwei Beamte und Equipment - von Handschellen, Warndreieck bis Schussweste.

Unter dem Hashtag #tetrischallenge sind Tausende Bilder aus vielen Ländern zu finden, alle mit dem Motiv Spielzeug-Baukasten – angelehnt an den Spieleklassiker Tetris aus dem Jahr 1984. Bei dem Spiel sollen herunterfliegende Blöcke möglichst platzsparend aufgeschichtet werden.

Doch die Aktion hat für die Einsatzkräfte nicht nur einen Unterhaltungsfaktor. In Nordrhein-Westfalen haben zum Beispiel der Malteser-Hilfsdienst Siegburg oder die Feuerwehr Mülheim an der Ruhr die Aktion dafür genutzt, um auf den Nachwuchsmangel hinzuweisen. Für den Notfall sind sie nun vorbereitet. Nach der Inventur wissen sie, an welcher Stelle die Geräte im Löschfahrzeug sind, wenn es bei einem Einsatz schnell gehen muss.

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