Steinbruch

Hohenlimburger Kalkwerke wollen Steinbruch erweitern

Foto: Hans Blossey

Am Dienstag gab es im Raum 201 des Hagener Rathauses eine Neuauflage des Erörterungstermins zur Erweiterung des Steinbruches in Hohenlimburg.

Auf Anregung der Stadt Iserlohn soll am Steinbruch an der Stadtgrenze zu Letmathe ein 25 Meter breiter Schutz- und Sichtstreifen bepflanzt werden. Dem hielt Dr. Christian Lange (HKW) entgegen, dass dieser Streifen aus eigentumsrechtlichen Gründen für eine Bepflanzung nicht zu Verfügung stehe.

Jürgen Richters trug für die Stadt Iserlohn vor, dass die Trinkwasserversorgung für die Stadt Letmathe gefährdet sei. Denn der Hochbehälter am Steltenberg weise Risse auf. Deshalb sicherte Dr. Christian Lange zu, diesen Bereich besonders sensibel zu behandeln.

Sensibilität bei den anstehenden Sprengungen erwartet der Hohenlimburg Dr. Meinolf Henning, Anwohner des Steinbruches. Heinz-Jörg Gimpel (Untere Umweltschutzbehörde) und Dr. Ralf Braun (Umweltamt Stadt Hagen) wiesen deshalb auf die drei Messstationen hin, deren Standorte in der Nähe der aktuellen Wohnbebauung liegen. Die dort bislang gemessenen Ergebnisse seien deutlich unter den Grenzwerten angesiedelt.

Wasserrechtliche Genehmigung

Noch ungeklärt ist für die Untere Umweltschutzbehörde die Wasserrechtliche Genehmigung. Hier soll geprüft werden, ob durch den Abbau des Gesteins die fehlende Filterwirkung negative Einflüsse auf das Grundwasser habe könne. Das soll in den kommenden Wochen geklärt werden. Bis zu diesem Zeitpunkt wird es für die Kalkwerke keine Genehmigung auf Erweiterung geben.

Hintergrund

Seit 1905 bauen die Hohenlimburger Kalkwerke Kalkstein ab. Bislang auf einer F läche von ca. 30 Hektar. Diese Fläche soll auf Hohenlimburger Gebiet um 5,1 Hektar erweitert werden.

Das gebrochene Material wird u.a. zur Produktion von zementgebundenen Baustoffen, als Schotter für den Straßenbau oder auch zur Asphaltherstellung genutzt.

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