Vandalismus

Angriffe auf Häuser sorgen für Frust in Hohenlimburg

Unbekannte haben vergangene Woche mehrere Eier an die Hauswand von Erwin Gebauer geworfen. Eierschalen lagen vor der Garagen. Mehrere Hohenlimburger berichten von fehlender Deko in ihren Vorgärten.

Unbekannte haben vergangene Woche mehrere Eier an die Hauswand von Erwin Gebauer geworfen. Eierschalen lagen vor der Garagen. Mehrere Hohenlimburger berichten von fehlender Deko in ihren Vorgärten.

Foto: Privat / Westfalenpost

Hohenlimburg.  Von Eier-Würfen bis Deko-Diebstahl: Hohenlimburger schildern kleinere Angriffe auf ihre Häuser. Die Polizei sagt: Es gibt keine Häufung.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Sichtlich bedient war Erwin Gebauer, als er kürzlich nach Feierabend vor seinem Haus stand. Unbekannte hatten mehrere Eier an seine Garage und Hausfassade geworfen. „Ich habe das Haus mit einem Freund vor drei Jahren in meinem Urlaub gestrichen – da ärgert man sich doppelt“, so Gebauer. Es sei nicht der erste Vorfall dieser Art in seiner Umgebung, sagt er. Das Haus eines Nachbarn sei vor wenigen Jahren ebenfalls mit Eiern beworfen worden. Vorfälle wie diese als „dumme Jungenstreiche“ kleinzureden, das reicht ihm nicht.

Rundbrief an die Nachbarschaft

„Ich war auch mal jung und habe Mist gemacht. Aber das hatte Grenzen.“ Über einen Rundbrief an seine Nachbarschaft am Sonnenberg will er nun nach Zeugen suchen. „Auch wenn das nicht hilft, kann ich wenigstens für mein Gewissen sagen, ich habe etwas getan.“

Einem Aufruf dieser Zeitung, von Vandalismus am eigenen Haus zu berichten, waren mehrere Hohenlimburger gefolgt. Wie etwa Alexandra Simon. Dass der eigene Vorgarten zum Ziel von kleinen, aber durchaus ärgerlichen Attacken wird, hat sie nicht nur einmal erlebt. „Uns wurde in den letzten Monaten mehrmals Deko aus dem Garten gestohlen“, erzählt die Hohenlimburgerin, die an der Langenkampstraße wohnt. Erst habe plötzlich eine Solarlampe gefehlt, dann der Kopf einer Seeschlangen-Figur, dann mal ein bepflanzter Blumentopf vor der Haustür. „Auch unsere Nachbarn erzählten, dass bei Ihnen im Garten viel kaputt gemacht wurde.“

Angriffe bleiben die Ausnahme

Gab es zuletzt auffällig viele Fälle dieser Art in Hohenlimburg? Die Polizei verneint. Neben dem „Grundrauschen“ dieser Vorfälle im Jahresverlauf gebe es keine Auffälligkeiten in Hohenlimburg, so Ralf Bode, Sprecher der Polizei. Ausgenommen von einer psychisch kranken Person, die zuletzt mehrfach Schmierereien an Autos etwa in Elsey gekritzelt hatte. „Diese Person ist aber mittlerweile in Behandlung“, so Bode.

Bleibt für die Betroffenen die Frage, wie sich der eigene Vorgarten besser schützen lässt. „Wir haben leider selber keine Beobachtungen machen können“, fehlt es etwa Alexandra Simon an Zeugen. „Anzeige haben wir auch nicht erstattet, da dabei sowieso nichts herauskommen wird.“ Allerdings habe sie nun eine Überwachungskamera installiert, um die Täter künftig sichtbar zu machen und besser verfolgen zu können. „Ich finde es sehr beunruhigend zu wissen, dass sich vermehrt fremde Personen auf unserem Grundstück aufhalten.“

Kameras haben Grenzen

Zum Schutz des eigenen Hauses eine Überwachungskamera zu kaufen sei möglich, sagt auch Ralf Bode, Polizei Hagen. Aber: „Die Kamera darf nur das eigene Grundstück filmen.“ Bildausschnitte etwa der Straße vor dem Haus, auf denen dann auch Fußgänger zu sehen sind, seien gesetzlich nicht zulässig. Daneben rät Bode, für die eigene Nachbarschaft zu sensibilisieren. „Ähnlich wie bei Wohnungseinbrüchen sollten die Leute wachsam sein und Verdächtige in der Nachbarschaft direkt der Polizei melden.“

Denn je früher die Fälle gemeldet werden, desto größer sei die Chance, die Täter zu erwischen. „Solchen Personen kann man meist auch eine Serie ähnlicher Taten dieser Art nachweisen.“

Orientierungshilfe von Datenschutzbeauftragten

Was eine private Überwachungskamera aufzeichnen darf, ist unter anderem geregelt im Bundesdatenschutzgesetz.

Von den Behörden gibt es eine „Orientierungshilfe“, die auflistet, was Hausbesitzer vor dem Installieren einer Überwachungskamera beachten sollten. Die Broschüre gibt hier kostenlos zum Download.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben